Groß-Bau saniert Eine historische Scheune am Rande von Traar

 

Gebaut wurde das alte Haus ursprünglich als Scheune mit Schweinestall. Damals, im 18. Jahrhundert, stand das Gebäude noch weitgehend auf dem Acker. Wo heute die schmucken Einfamilienhäuser von Traar zu finden sind, existierten noch vor hundert Jahren lediglich ein paar Bauernhöfe. Doch die heutigen Eigentümer des Bauernhauses haben Glück. Ihr Eigentum befindet sich am Rande des bebauten Bereichs. Direkt dahinter nur noch Grün, Felder, Wiesen, Wald und der Elfrather See. Kein Wunder, dass die Bauherren so schnell wie möglich hier leben möchten. 

Jan von Runkel

Bauunternehmer Jan von Runkel

Bevor der Wunsch, im Grünen zu wohnen, endlich Wirklichkeit werden kann, ist allerdings noch einiges an Arbeit zu erledigen. Die übernimmt vor allem die Firma Groß-Bau mit ihrem Chef Jan von Runkel, der uns beim Ortstermin den aktuellen Stand der Baustelle zeigt. Es sieht immer noch nach viel Arbeit aus, trotzdem ist der Bau schon relativ weit fortgeschritten, wie uns der Unternehmer erklärt: „Das Dachgeschoss ist bereits komplett fertig, und auch im Obergeschoss haben wir das Gröbste schon geschafft. Bei so einem alten Haus weiß man zwar nie genau, was einen erwartet, wenn man den Bau beginnt, aber inzwischen haben wir schon einiges an Erfahrung im Umbau und der Sanierung von Altbauten gewonnen“, freut er sich.

Bei diesem Gebäude durften die Handwerker zunächst die vielen Einbauten entfernen, die die Eltern der Bauherren im Laufe der Jahre errichtet hatten. „Damals wurde oft einfach drauflos gebaut, was teilweise zu abenteuerlichen Konstruktionen geführt hat“, weiß Jan von Runkel. „Außerdem waren Wärmedämmung und umweltfreundliche Materialien nicht wirklich ein Thema.“ Bei dieser Modernisierung ging es vor allem darum, den Wohnraum im Erdgeschoss großzügiger zu gestalten. „Heute möchten die Menschen nicht mehr in kleinen, verschachtelten Wohnungen leben“, so der Bauexperte. „Daher bauen wir oft große Wohnräume, die mit einer offenen Küche verbunden sind. So haben wir es auch hier gemacht, und im Erdgeschoss bis auf die Außenmauern fast alles rausgerissen.“

Dabei ist es ansonsten die Philosophie der Firma Groß Bau, so viel wie möglich alte Bausubstanz zu erhalten. „Bis zum letzten Krieg, wurde fast immer sehr solide gebaut“, so der Firmenchef, „und die dicken Wände von damals sind auch aus bauphysikalischer Sicht oft besser als die Wände vieler moderner Bauten.“ Also wurden altes Mauerwerk und alte Balken wo immer möglich stehen gelassen und sichtbar gemacht, das allerdings nur dort, wo es bautechnisch und wirtschaftlich sinnvoll erschien. „Eine alte Wand, wie hier im Wohnzimmer, freizulegen, wäre ein riesiger Aufwand“, erklärt von Runkel. „Da müssten wir hunderte einzelner Ziegelsteine bearbeiten und von Hand einsetzen. Das geht schon, ist aber unverhältnismäßig teuer.“

Obergeschoss, Badezimmer

Im Obergeschoss entsteht ein modernes Badezimmer

Für die Traarer Scheune hat Gross-Bau in Absprache mit den Bauherren eine pragmatische Lösung gefunden. Das Gebäude behält, so weit möglich, seinen historischen Charakter, wird aber gleichzeitig modernen Wohnerfordernissen angepasst. Viele Decken wurden mit zugleich leichten und stabilen Gipsfaserplatten verkleidet. Zusammen mit einer Fußbodenheizung werden alle Kabel unter den neuen Fußboden verlegt, und ein topmodernes Bad bekommt der runderneuerte Altbau selbstverständlich auch. „Wenn wir hier fertig sind, wohnen unsere Bauherren auf über 200 Quadratmeter Fläche in einem Altbau, der viel von seinem Charme bewahrt, oder durch uns sogar erst wiedererhalten hat. Dazu kommen etwa 1.000 Quadratmeter Grundstück am Rande der freien Landschaft. Das ist dann wirklich eine Traumimmobilie“, strahlt der Bauunternehmer.

begehbare Schlafzimmer, Obergeschoss

Obergeschoss mit Blick in das begehbare Schlafzimmer

Nicht umsonst hatten sich die Bauherren für die Firma Groß-Bau entschieden. Umbau und Sanierung von Altbauten sind absolut Jan von Runkels Steckenpferd. „In den letzten Jahren haben wir schon einige Altbauprojekte durchgeführt“, erklärt er, „und ich sehe in Krefeld und Umgebung ein sehr großes Potenzial für unsere Arbeit. Viel Fläche für Neubauten gibt es ja nicht mehr, dafür eine große Menge Altbauten, von denen viele demnächst saniert werden müssen. Gehen Sie doch bloß in die Innenstadt rund um den Westwall. Da gibt es viele kleine Häuschen, ja ganze Gassen, die förmlich nach einer grundlegenden Erneuerung schreien.“ Dabei übernimmt Groß-Bau ein breites Spektrum von Aufgaben – von Maurer- und Betonarbeiten über Abdichtung und Wärmedämmung bis zu Dachgeschossausbauten und Brandschutzverkleidungen. „Wir kommen aber auch, um nur ein paar Risse in der Wand zu beseitigen“, ergänzt der Firmeninhaber. Für alle Arbeiten, die das Unternehmen nicht selbst übernehmen kann, verfügt es über ein großes Handwerkernetzwerk.

„Altbausanierungen sind unsere Spezialität!“Inhaber von Groß-Bau ist Jan von Runkel jetzt seit 2014. Vorher hatte er fünf Jahre in dem von Stefan Groß gegründeten Unternehmen gearbeitet. „Nach meinem Abi habe ich zuerst Pädagogik studiert“, erinnert sich der heute 35-Jährige lächelnd. „Doch in den Semesterferien zog es mich immer schon auf den Bau, bis ich mich dann irgendwann entschieden habe, das Studium komplett aufzugeben und eine Lehre anzufangen. Heute ist Jan von Runkel Maurer- und Betonbauermeister und zufriedener Jungunternehmer. „Ich bereue es keinen Tag, diesen Weg gegangen zu sein. Das Bauen macht mir einen Riesenspaß, und genug zu tun, gibt es für uns auf jeden Fall.“

Groß-Bau GmbH, Traarer Rathausmarkt 1a, 47802 Krefeld, Telefon: 02151-6 53 90 50, www.gross-bau-krefeld.de