Bestattermeister Julius Zecher erklärt besondere Formen des Abschiednehmens

Das Bestattungsunternehmen Zecher ist eine Institution in Krefeld-Uerdingen. Trauernde können sich hier auf den mehr als 100 Jahre gesammelten Erfahrungsschatz der Familie Zecher verlassen und auf fundierte und empathische Beratung zählen. Der Betrieb wird mittlerweile in dritter Generation von Bestattermeister Julius Zecher geführt. Der 32-Jährige und sein Team bringen ein gutes Gespür für neue Wege in der Bestattungskultur mit in das traditionelle Unternehmen und ermöglichen so jedem Kunden eine Trauer- und Beisetzungsbegleitung ganz nach individuellen Möglichkeiten und Wünschen. Wie viele Optionen es für die Gestaltung des letzten Abschieds gibt, ist den meisten Menschen gar nicht bekannt. Deshalb sind im Folgenden einige Alternativen vorgestellt.

Bestattermeister Julius Zecher erklärt besondere Formen des Abschiednehmens

Bestattermeister Julius Zecher ist Experte auf dem Gebiet der alternativen Bestattungsformen

Bestattungen in der Natur Wem die Nähe zur Natur besonders wichtig ist, kann für sich selbst oder einen Angehörigen eine Baum- oder Friedwaldbestattung wünschen. In Krefeld gibt es die Möglichkeit einer Baumbestattung beispielsweise auf dem Hauptfriedhof, dem Hülser und dem Uerdinger Friedhof. Pro Baum werden maximal acht Urnen beigesetzt. „Wenn Sie gerne möchten, dass sich Ihre Grabstätte in der Nähe eines Baumes befindet oder Sie nicht in der Lage sind, sich ausgiebig um ein Grab zu kümmern, bietet sich eine Baumbestattung an“, erklärt Zecher.

Noch naturnäher ist die sogenannte Waldbestattung, allerdings ist diese Bestattungsform in Krefeld nicht möglich. Einer der nächstgelegenen und beliebtesten Naturbegräbniswälder befindet sich beispielsweise in Venlo. „Dort ist alles ganz naturbelassen“, verspricht Julius Zecher, fügt aber hinzu: „Eine richtige Bepflanzung oder Grabschmuck sind allerdings nicht erlaubt. Was viele Leute nicht wissen ist, dass eine Waldbestattung nicht nur als Verstreuung stattfinden, sondern man auch einen Sarg oder eine Urne beisetzen kann.“ Das Schöne an einem Naturbegräbniswald ist die nahezu unberührte natürliche Umgebung, in der es weniger um die Grabstätte an sich geht, als vielmehr um das erinnernde Verweilen in der Natur.

Beisetzungen zu Wasser und in der Luft
Die Deutsche See-Bestattungs-Genossenschaft bietet die Möglichkeit, eine Beisetzung auf der Nord- und Ostsee abzuhalten. Bei einer Seebestattung handelt es sich um eine Urnenbeisetzung. „Hier wird die Urne im Ganzen im Meer beigesetzt. Die Urne besteht aus einem wasserlöslichen Material, sodass die Asche sich auf dem Meeresgrund absetzen kann“, erklärt Zecher. Die Schiffe der Deutschen See-Bestattungs-Genossenschaft stehen Angehörigen auch für Gedenkfahrten zur Verfügung. Es gibt auch Bestattungsformen, die nur in unseren Nachbarländern möglich sind, so auch die Flussbestattung. Hierfür kommt ein Schiff aus den Niederlanden den Rhein bis nach Uerdingen hochgefahren, nimmt dort die Angehörigen und die Urne auf und fährt anschließend wieder Richtung Niederlande zurück. Sobald das Schiff die Grenze passiert hat, kann die Beisetzung durchgeführt werden.

Auch eine sogenannte Luftbestattung kann nur außerhalb Deutschlands erfolgen. Diese Bestattungsform ist wohl die ungewöhnlichste von allen genannten, denn sie führt geradewegs gen Himmel. In einem Heißluftballon fliegen die Angehörigen über das Elsass. Die Urne ist dabei seitlich am Korb befestigt und wird, sobald eine geeignete Stelle erreicht ist, zur Verstreuung geöffnet. Der Moment der Bestattung selbst ist sehr kurzweilig aber auch intensiv. Was fehlt, ist eine feste Gedenkstätte. Diese Bestattungsmethode eignet sich außerdem nur für sehr kleine Gesellschaften. Im Normalfall können maximal drei Angehörige am Beisetzungsflug teilnehmen.

“Letztendlich ist es eine sehr persönliche Entscheidung, wie die Angehörigen Abschied nehmen möchten.”

Andenken im Schmuck
Auch im Fall einer sogenannten Diamantbestattung muss die Asche der verstorbenen Person zunächst ins Ausland überführt werden. „Die ganze Urne muss den deutschen Grund verlassen. In der Schweiz gibt es einen Anbieter namens Algordanza, der aus einem Teil der Asche einen Diamanten herstellt. Die Urne muss aber nach NRW-Landesrecht beigesetzt werden“, erklärt Julius Zecher. Wer seine Verstorbenen gerne nah bei sich tragen möchte, hat außerdem die Möglichkeit, einen Fingerabdruck des Verstorbenen auf einem eigens angefertigten Schmuckstück verewigen zu lassen. „Letztendlich ist es eine sehr persönliche Entscheidung, wie die Angehörigen Abschied nehmen möchten“, schließt Zecher. Das Wichtigste ist am Ende, dem Verstorbenen mit der Beisetzung gerecht zu werden. Leichtfallen wird dieser Prozess nie. Doch vielleicht hilft schon eine Alternative in der Bestattungs- und Erinnerungskultur, sich dem verlorenen Menschen näher zu fühlen und die Erinnerung zu wahren – fern eines Reihengrabes.

 

Für tiefergehende Informationen zu den einzelnen Bestattungsformen wenden Sie sich gerne jederzeit an das Team des Bestattungshauses Zecher.

Bestattungen Zecher,
Am Marktplatz 13,
47829 Krefeld,
Telefon: 02151-480731
www.bestattungen-zecher.de