Kleinewefers ermöglicht Plug & Play im Krefelder Westen

Über 120 Jahre besteht der traditionsreiche Gewerbestandort an der Kleinewefersstraße nahe der Mevissenstraße bereits. Auf Initiative der Brüder Johannes und Wilhelm Kleinewefers entstand hier eine florierende Maschinenfabrik und Walzengravieranstalt, bis das Areal 1992 in das Eigentum von Voith Paper überging. Seit einem guten Jahr gehört das Gelände wieder zur Firmengruppe Kleinewefers und wird nun zum modernen Gewerbestandort entwickelt.

Mit etwa 25.800 Quadratmetern Hallenfläche und 12.700 Quadratmetern Bürofläche zählt der „K2 Tower + Industriepark“ zu den wirklich bedeutenden Entwicklungsstandorten in Stadt und Region. Kernstück der Anlage ist der markante K2 Tower mit seinem vielfältigen Büroflächenangebot. Etwa die Hälfte der Flächen ist inzwischen vermietet, und auch die Kleinewefers GmbH selbst hat im modernen Büro-Tower ihr neues Domizil gefunden. Die übrigen Büros können in verschiedensten Kombinationen – in Einheiten von 35 bis 2.500 Quadratmetern gemietet werden. Wobei der sehr gute Ausbaustandard mit Highspeed-Datenrate den zukünftigen Mietern ein sofortiges Plug & Play ermöglicht. Ein ganz besonderes Angebot ist das „Basecamp“, das „All-Inclusive-Büros“ für Kleinunternehmer und Selbständige zur Verfügung stellt, die neben ihrem Einzelbüro auch Besprechungsräume und andere Gemeinschaftsflächen nutzen möchten.

K2 Tower, KrefeldK2 Tower + Industriepark, Kleinewefersstraße 1, 47803 Krefeld,
www.k2-krefeld.de

46 Jahre im Dienste der Krefelder Baukultur

Vor allem wegen seines unermüdlichen Engagements für den Erhalt Krefelder Baudenkmäler verlieh die Stadt Krefeld dem heute 74-jährigen Architekten Klaus Reymann im September die Stadtehrenplakette. Zusammen mit seiner Frau Gabriele hatte Reymann im Jahr 1995 die Krefelder-Baudenkmal-Stiftung gegründet. Über 3,3 Millionen Euro Stiftungsgelder flossen seither in die Renovierung und Erhaltung Krefelder Baudenkmäler, darunter die 1913 entstandene Galopprennbahn, die Häuser Lange und Esters, der Deußtempel im Stadtwald und das Gymnasium am Moltkeplatz. Dabei kamen nicht nur die Stiftungsgelder selbst zum Einsatz. Der unermüdliche Spendensammler Klaus Reymann konnte für jeden Stiftungseuro bis zu fünf weitere Euro aktivieren.

Klaus Reymann wurde 1942 in Krefeld geboren und studierte in den 60er Jahren an der Krefelder Werkkunstschule. Bereits mit 28 Jahren machte er sich selbständig und betreute in seiner langjährigen Berufslaufbahn an die 500 Bauprojekte – in Krefeld, der Region und darüber hinaus. Seit 1998 arbeitet auch sein Sohn Piet mit im väterlichen Architekturbüro. Der 52-Jährige erhielt 2010 den Krefelder Architekturpreis für einen Wohnhausbau in Verberg.

Reymann, Ehefrau Gabriele, Oberbürgermeister

Baukunst als Motor der Wirtschaftsentwicklung

Der Mies van der Rohe Businesspark ist ein gutes Beispiel dafür, wie die architektonische Qualität eines Standorts zum Motor für dessen wirtschaftliche Entwicklung werden kann. Ohne die Initiative von Wolf-Reinhard Leendertz zur Entwicklung des ehemaligen Verseidag-Geländes wäre Krefeld nicht nur um ein architektonisches Highlight ärmer. Die Stadt hätte auch interessante Unternehmen verloren. Ein gutes Beispiel für diese These ist die Interface Deutschland GmbH, bei der bereits über eine Standortverlagerung – weg von Krefeld – nachgedacht wurde. Entscheidend für den Verbleib war die Chance, an der Girmesgath in ein vom Mies van der Rohe-Schüler Erich Holthoff geplantes Gebäude zu ziehen, das gleichzeitig in ein einzigartiges Architekturensemble eingebettet ist.

Mies vdR, Tisch, Stühle, Innenraum

So beheimatet das ehemalige Verseidag Speditionshaus seit November das deutsche Büro des Weltmarktführers in Sachen hochwertigem „Floor Design“ (textile modulare Bodenbeläge). Grundidee des Umbaus war es, ein „Living Office“ zu schaffen, einen modernen, offenen Arbeitsraum, der zugleich als Kommunikationszentrum für alle Bau- und Architekturinteressierten dient. Dabei wurden die Aachener Architekturexperten Professor Norbert Hanenberg und Dr. Daniel Lohmann vor dem Umbau interviewt, um mehr über das Gebäude zu erfahren. Auch nach dem Einzug zeigt sich die Verbundenheit von Interface mit Krefeld und der Mies-Architektur auf vielfältige Weise. Erst kürzlich übergab das Unternehmen eine Spende an den Verein „MiK Mies in Krefeld“, der sich für die Baukunsterhaltung und das Weiterleben der Miesschen Architekturphilosophie engagiert.

Mies vdR, Businesspark, GebäudeMies van der Rohe Business Park: www.mies-van-der-rohe.com
Interface Deutschland GmbH: www.interface.com

Ein ganz besonderes Büro-Ambiente im Alten Wasserwerk

Der Ursprung des „Stahlwerk Becker“ geht auf einen Krefelder zurück. Genauer gesagt, schlug Reinhold Becker, ehemals Direktor der Krefelder Stahlwerk AG, der Stadt Willich vor, auf ihrem Stadtgebiet ein Stahlwerk zu errichten, was die Stadtväter gerne genehmigten. Auf dem 80.000 Quadratmeter großen Gelände entstand ab 1908 ein sehr erfolgreiches Unternehmen, das allerdings bereits in den 1920er Jahren in eine schwere Krise geriet, sodass der Betrieb 1932 verkauft werden musste. Nach dem zweiten Weltkrieg ließen die Alliierten den ehemaligen Rüstungsbetrieb dann demontieren. Die verbleibenden Gebäude wurden von der Stadt Willich an kleine Gewerbebetriebe verpachtet.

Erst ab der Jahrtausendwende begann die zweite Karriere des Stahlwerk Becker. Die Stadt Willich begann auf dem verkehrsgünstig gelegenen Areal einen modernen Gewerbepark zu entwickeln, in dem sich nach und nach unterschiedlichste Dienstleistungs-, Handwerks- und Gewerbebetriebe ansiedelten und darüber hinaus Freizeitmöglichkeiten mit Sport und Wellness entstanden – ein anspruchsvolles Projekt der Industriekultur. Im Jahr 2017, 100 Jahre nach der Inbetriebnahme, soll jetzt auch das alte Wasserwerk des Montanbetriebs wieder zu neuem Leben erweckt werden. Die DENK-MAL Wasserwerk Willich GmbH plant in Kooperation mit dem Projektentwickler Bellvida GmbH, beide aus Bergisch Gladbach, 900 Quadratmeter hochwertige Büroflächen.

Das Bürogebäude soll an einen Investor verkauft werden, der die Denkmalabschreibung steuerlich nutzen kann, um eine überdurchschnittliche Mietrendite sicherzustellen. Als Käufer käme aber auch ein Unternehmen in Betracht, das die außergewöhnliche Immobilie selbst nutzt. Hohe Räume, eine moderne Ausstattung mit Personenaufzug und Klimaanlage sorgen in den schwellenfrei zugänglichen Büros für ein ganz besonderes Ambiente.

Stahlwerk, Gebäude, Außenansicht

Haus Lange und Haus Esters werden mit Bundesmitteln renoviert

Im September informierte sich Bundesbauministerin Barbara Hendricks in Krefeld persönlich über zwei „Nationale Projekte des Städtebaus“: die Krefelder Baudenkmäler Haus Lange und Haus Esters, deren Renovierung zu einem wesentlichen Teil aus dem gleichnamigen Bundes-programm finanziert wird. Da bereits im Herbst eine Urkunde über 700.000 Euro Zuwendung aus Bundesmitteln vorlag, konnte schon mit den umfangreichen Bauarbeiten begonnen werden. Gestartet wurde damit, Heizkessel und Beleuchtung auf den neuesten Stand zu bringen, wodurch erhebliche Energieeinsparungen möglich werden. Dazu kamen Pflasterarbeiten und die Renovierung der Gartenmauern. In den nächsten beiden Jahren stehen Bepflanzungen und Terrassenarbeiten sowie die Kernsanierung der beiden Gebäude selbst, inklusive einer Erneuerung der Sanitäranlagen, an.

Bis zum 100-jährigen Jubiläum des Bauhauses im Jahr 2019 sollen die Renovierungsarbeiten dann abgeschlossen sein. Im Jubiläumsjahr wird Krefeld die Rolle einer nordrhein-westfälischen Bauhaus-Hauptstadt übernehmen. Und das nicht zuletzt, weil hier drei der sieben im Original erhaltenen Mies-Bauten aus der Phase des „Neuen Bauens“, 1923 bis 1933, stehen.

Haus Esters, Haus Lange, Krefeld, KunstProjekt MiK – Mies in Krefeld: www.projektmik.com

Golfturnier auf den Spuren Mies van der Rohes

Im Jahr 2013 wurde auf dem Krefelder Egelsberg das 1:1-Modell eines nicht realisierten Mies van der Rohe Entwurfs errichtet- ein Clubhaus für den 1930 neu gegründeten Krefelder Golf Club. Von Mai bis Oktober 2013 konnte das außergewöhnliche Gebäude von Besuchern begangen werden. Was lag näher, als zur Eröffnung des lebensgroßen Architekturmodells ein Golfturnier zu Ehren des bedeutenden Krefelder Architekten zu veranstalten.

Das erste Mies van der Rohe Golfturnier wurde im Mai 2013 mit großem Erfolg durchgeführt und fand weit über die Grenzen Krefelds hinaus Anklang. Selbst aus Hamburg und München kamen Teilnehmer, um am Egelsberg zu golfen. Am 19. Mai 2017 kann das Turnier, auch dank des großzügigen Sponsors Versicherungsmanagement Am Brunnen, nun zum fünften Mal auf dem Gelände des Krefelder Golf Clubs stattfinden. Wie bei den vorhergegangenen Turnieren wird wieder in einer Teamwertung um die Mies van der Rohe Säule gespielt. Anmelden kann man sich sowohl im Team als auch einzeln.

Golf, Mies vdR, Krefeld, GolfturnierKrefelder Golf Club e.V., Eltweg 2, 47809 Krefeld, www.krefelder-gc.de
Kontakt für das Golfturnier: Bernd Heuer 0173-2 84 29 65, Anmeldung unter:
kgc@krefelder-gc.de

Mies van der Rohe Award startet 2017 in Krefeld

Zu Ehren von Ludwig Mies van der Rohe wird seit 1988 alle zwei Jahre ein europäischer Architekturpreis ausgeschrieben, der seit 2001 von der Europäischen Union ausgerichtet wird. Viele bedeutende Architekten – von Sir Norman Foster bis Zaha Hadid – haben diesen besonderen Preis bereits gewonnen. Mit dem Neuen Museum und der Niederländischen Botschaft in Berlin wurden zweimal auch herausragende Architekturleistungen in Deutschland ausgezeichnet.

Im Jahr 2017 findet die Auftaktveranstaltung zum Mies van der Rohe Award erstmals in Krefeld statt, und zwar, wie soll es auch anders sein, im Mies van der Rohe Businesspark. Mit einer Rede des Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen Architektenkammer startet der Award dort am 18. Januar. Ebenfalls an der Girmesgath findet am 2. Februar eine Fachdiskussion über die Neunutzung historischer Gebäude statt, wofür der Mies van der Rohe Businesspark zweifellos ein gelungenes Beispiel ist. Abgerundet wird der Start in das große „Mies-Jahr“ durch die Krefelder Architekturtage am 27.-29. Januar 2017, deren inhaltlicher Schwerpunkt sich speziell mit Ludwig Mies van der Rohe als „Fabrikarchitekt“ beschäftigt.

Mehr über den Award: www.miesarch.com; Info über die Krefelder Architekturtage unter www.kunstmuseenkrefeld.de unter der Rubrik Vorschau

Kommunikativ in die Zukunft

Etwa 300 Mitarbeiter hat das Krefelder Softwareunternehmen GOB zurzeit und die Zeichen stehen weiter auf Expansion. Also entschloss sich Geschäftsführer Heinz Bellen, seinem Unternehmen mehr Raum für die Zukunft zu schaffen, und ein neues Firmengebäude, das bis zu 480 Menschen beheimaten soll, zu bauen. Das sollte auf keinen Fall ein Standard-Zweckbau werden, sondern ein Gebäude, das der hochkommunikativen Arbeitsweise seiner Mitarbeiter Rechnung trägt. Also keine geschlossenen Bürozellen, sondern offene Räume, in denen Teams gemeinsam an Lösungen arbeiten können, ohne ständig Barrieren überwinden zu müssen.

Mit dieser komplexen Bauaufgabe wurde das Mönchengladbacher Architekturbüro Hillekamp und Weber beauftragt, und das Ergebnis ihrer Planung kann sich wirklich sehen lassen. Der neue GOB-Firmensitz zeichnet sich durch Transparenz und elegante Linienführung aus. Die Herausforderung, offene Räume zu schaffen, die aber nicht zu groß und unpersönlich wirken sollten, wurde voll und ganz gemeistert. Durch den außergewöhnlichen Doppel-Oval-Grundriss entstehen überall gekrümmte Räume mit dem richtigen menschlichen Maß. 15 Millionen Euro hat das Unternehmen investiert und einen großzügigen Rahmen für die zukünftige Entwicklung und den demnächst anstehenden Generationswechsel geschaffen.

GOB, Krefeld, ZukunftGOB Software & Systeme GmbH & Co. KG, Europark Fichtenhain A4,
47807 Krefeld, www.gob.de