das-stueck-ist-wie-ein-alter-freund-debra-hays-frau-luna-theater-kr-mgDebra Hays feiert in dieser Spielzeit ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum. Die Sopranistin kam 1991 aus Texas an den Niederrhein. Ab dem 28. Oktober singt sie in Krefeld die Frau Luna. 

Auch wenn man es kaum glauben mag, weil sie mit so viel frischem Temperament und Leidenschaft ihren Beruf ausübt: Debra Hays ist die dienstälteste Sängerin im Musiktheaterensemble des Gemeinschaftstheaters. In der aktuellen Spielzeit steht die quirlige Amerikanerin bereits ein Vierteljahrhundert auf den Bühnen am Niederrhein – und hat in den vergangenen 25 Jahren das Publikum nicht nur in der Oper, sondern auch mit zahlreichen Musicalrollen und in Konzerten begeistert. In einige Rollen war Debra Hays inzwischen schon mehrfach zu erleben, beispielsweise als Marie in „Zar und Zimmermann“ oder als Pamina in Mozarts „Zauberflöte“ – für Mozartliebhaberin Hays ein großes Glück.

In anderen Stücken hat sie einen Rollenwechsel vollzogen: „Früher habe ich im ‚Rosenkavalier‘ die jugendliche Sophie gesungen, jetzt werde ich als mütterliche Leitmetzerin besetzt. In ,Don Giovanni‘ war ich erst die Zerlina, dann die Donna Elvira“, erzählt die Sängerin. Dass ihr so manches Opernwerk schon zwei, oder drei Mal begegnet sei, empfinde sie nicht als langweilig, im Gegenteil: „Das Stück ist wie ein alter Freund.“

Nach Gesangsstudien in ihrer Heimat Oklahoma und in Houston/Texas trat Debra Hays ihre ersten Engagements an der Houston Grand Opera und der Lyric Opera of Dallas an. Darauf folgte der Umzug nach Europa, das Zwei-Städte-Haus wurde für sie zum künstlerischen Hafen, Mönchengladbach ihr neues Zuhause. Obwohl sie ihre Familie im fernen Amerika meist nur während der Spielzeitferien besuchen kann, fühlt sie sich hier am Niederrhein wohl. „Wir fahren jeden Tag zwischen den beiden Städten hin und her und verbringen auch außerhalb der Vorstellungen viel Zeit miteinander. Dadurch entsteht ein toller Zusammenhalt im Ensemble“, beschreibt Hays, die sich schon seit vielen Jahren als Ensemblesprecherin um ihre Kollegen kümmert, die besondere Situation des Doppeltheaters. Die Fahrten zwischen Krefeld und Mönchengladbach seien aber auch eine Belastung, manchmal bliebe wenig Zeit zum Durchatmen. „Gefühlt habe ich in den letzten 25 Jahren schon so viele Kilometer zwischen den beiden Theaterhäusern zurückgelegt, dass ich mehrere Male nach Amerika hätte reisen können“, sagt sie augenzwinkernd.

„Früher habe ich im ‚Rosenkavalier‘ die jugendliche Sophie gesungen, jetzt werde ich als mütterliche Leitmetzerin besetzt. In ,Don Giovanni‘ war ich erst die Zerlina, dann die Donna Elvira.“

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Ganz besonders freut Debra Hays, dass viele Zuschauer dem Theater die Treue gehalten haben: „Ich sehe Gesichter im Publikum, die ich auch damals schon gesehen habe. Es ist schön, dass die Leute mit einem ‚alt‘ geworden sind!“

In Krefeld steht die Sopranistin in der aktuellen Spielzeit u. a. als Frau Luna in Paul Linckes gleichnamiger Berliner Operette auf der Bühne. Premiere ist am 28. Oktober um 19.30 Uhr. Karten gibt es unter 02151/805-125 oder auf www.theater-kr-mg.de

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