Der Wunsch nach Individualisierung ist ein immanentes Kennzeichen der westlichen postmodernen Gesellschaft. Ob bei Schuhen, Handys, Autos oder Kleidung, der Trend geht zu unverwechselbaren Einzelstücken, die den Besitzer vom Einheitsbrei der Konfektionsware abheben. Wer diesem Credo folgend seine Wohnung einrichten wollte, musste bis vor wenigen Jahren entweder bei besonders exklusiven Möbelhäusern einkaufen oder rar gesäte Schätze auf Antiquitäten-Märkten aufstöbern und heben. Genau in diese Phalanx stieß seinerzeit „dereinbauschrank.de“ mit der Möglichkeit, individuelle Möbel online per Mausklick zu entwerfen. Nun haben die Neukirchen-Vluyner Holzexperten den Internetauftritt generalüberholt und dabei vor allem der Nutzbarkeit Rechnung getragen. Der Weg hin zum maßgeschneiderten Möbel-Unikat war nie so einfach wie heute.

Roman Ingenlath

Geschäftsführer Roman Ingenlath

Die neue Homepage ist übersichtlich und aufgeräumt: Freistehende Schränke, Sideboards, Regale und Einbauschränke sind auf ersten Blick erfassbar. Mit nur einem Klick auf das jeweilige Möbel-Segment öffnet sich das Konfigurationstool, das darauf wartet, mit Zahlen für Breite, Länge und Höhe gefüttert zu werden. „Neben der optischen Vereinfachung haben wir uns beim Relaunch vor allem auf die Technik konzentriert und uns von der alten Microsoft-Lösung verabschiedet, die vom Nutzer das Herunterladen der Silverlight-Applikation verlangte und bei MAC-Usern erst gar nicht funktionierte“, erklärt Geschäftsführer Roman Ingenlath. „Mit HTML 5 sind wir jetzt absolut am Puls der Zeit.“ Das spiegelt sich auch in der weiteren Konfiguration wider: Schubladen, Einlegeböden und Kleiderstangen sind bequem per „Drag and Drop“ integrierbar. Die Farben der Dekore wechseln genauso per Mausklick wie die Anzahl von Türen oder Schubladen. Lediglich bei Sonderlösungen, wie zum Beispiel Dachschrägen, ist ein Kontakt mit dem Backoffice nötig. „Wir betrachten dieses Verfahren als zusätzlichen Service. Unsere Kunden erhalten eine direkte Hilfe beim Aufmaß und der späteren Lösung. Damit beugen wir Fehlern vor und nehmen den Druck von den Schultern unserer Nutzer“, so Ingenlath weiter.

Smartphone, App

Durch das neue Responsive Design ist die Homepage von „dereinbauschrank.de“ nun auf jedem Endgerät nutzbar

Doch die Möbelproblemlöser haben nicht nur den Konfigurationsprozess vereinfacht, sondern auch das Spektrum der sogenannten „Usability“ erweitert. Seit dem Relaunch ist die Homepage mit sämtlichen Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Laptops ansteuerbar. „Das war uns sehr wichtig“, sagt Ingenlath, „denn nur die wenigsten Menschen nutzen heute das Internet von ihrem Heim-PC aus. Das neue „Responsive Design“ ermöglicht es unseren Kunden, jederzeit und überall ihre individuelle und maßgeschneiderte Möbellösung zu finden.“

Damit ein im Internet virtuell erschaffenes Möbel in die Realität überführt werden kann, arbeiten die Experten von „dereinbauschrank.de“ mit einer Software namens IMOS. Dieses auf Auto-CAD basierende Programm übersetzt die bemaßte Skizze des Kunden so, dass Sägen und Fräsen in der Werkstatt genau wissen, was zu tun ist. „Vorher konkretisiere ich allerdings die Bezeichnungen der Einzelteile, damit es der Kunde im Aufbau später leichter hat“, erklärt Projektentwickler Jörg Siemes, der bei der „dereinbauschrank“ die personifizierte Schnittstelle zwischen digitaler Welt und Fabrikation darstellt. „Bei uns gibt es also nicht einfach zwei Mittelteile, sondern Element eins und zwei. Was wohin muss, geht später aus der Montageanleitung genau hervor.“ Ebenso wichtig sei allerdings auch die Überprüfung der Statik. „Wenn ein Kunde beispielsweise eine Türe mit 80 Zentimetern Breite konfiguriert, dann weise ich ihn im Vorfeld daraufhin, dass diese mit der Zeit durchhängen wird. Gleiches gilt bei zu großen Bodenelementen. Manchmal muss man hier auch einfach fragen, wie der Schrank später genutzt werden soll.“ Hellhörig wird Siemes auch dann, wenn verschiedene Griffe zusammengewürfelt werden oder die Dekors nicht zusammenpassen. „Am Ende kann der Kunde natürlich haben, was er möchte, aber ich frage zumindest einmal nach“, erklärt das Mastermind der Maßanfertigungen.

Holzplatten

Zwar sind dem Grundkonzept entsprechend alle Möbel von „dereinbauschrank.de“ zum Selbstaufbau gedacht, allerdings besteht, dem Service-Gedanken folgend, ebenfalls die Möglichkeit, den Schrank oder auch das Sideboard von sachkundigen Händen aufbauen zu lassen. „Im direkten Umkreis übernehmen unsere eigenen Mitarbeiter diese Dienstleistung. Allerdings arbeiten wir seit Jahren mit einem bundesweit verzweigten Netzwerk von Spediteuren und Monteuren zusammen, die diese Arbeit ebenfalls übernehmen können“, erklärt Ingenlath die Möglichkeiten und ergänzt: „Natürlich ist dieser Service mit gewissen Mehrkosten verbunden. Selbstabholer erhalten hingegen einen Nachlass von zehn Prozent.“

Wer sich die Montage selbst zutraut, wird schnell erkennen, dass der Zusammenbau einer Maßanfertigung aus der Neukirchen-Vluyner Manufaktur herzlich wenig mit der Inbus-Hölle großer Möbelhäuser zu tun hat. Die Anleitung lässt keine Fragen offen, und auch die Qualität sowie die damit verbundenen Stabilität überzeugen auf Anhieb. Dank der Vormontage ist ein Schrank für geübte Hände bisweilen in unter einer Stunde betriebsfertig. Der Wunsch nach individuellen Möbellösungen und der damit einhergehenden Abgrenzung von der Masse kann dieser Tage also schneller Wirklichkeit werden als je zuvor. Dank neuer Technik und etabliertem Know how!

Der Einbauschrank GmbH & Co. KG, Endstraße 104, 47506 Neukirchen-Vluyn,
Telefon: 02841-88730280