Eva-Maria und Manuel Kölker

Es gibt Paare, bei denen jeder große Beziehungsmoment etwas Filmreifes an sich hat.
Eva und Manuel Kölker gehören zu dieser Sorte. Das Ehepaar lernte sich durch puren Zufall kennen und musste diverse Hürden überwinden, bis schließlich alles zur Hochzeit in Krefeld zusammenlief. 

Eva-Marie und Manuel Kölker

Eva-Marie und Manuel Kölker

Denn die gebürtige Fränkin und der „Krefelder durch und durch“ hätten sich ohne einen glücklichen Zufall wohl gar nicht erst getroffen. Die beiden lernten sich während eines Urlaubs auf Gran Canaria kennen. Aus einem unverbindlichen Flirt entwickelte sich eine Fernbeziehung. Mehr als sieben Jahre schafften es Eva und Manuel anschließend, ihre Beziehung über 400 Kilometer Entfernung zu pflegen. Nach fast acht Jahren des Pendelns zwischen Bayern und NRW zog Eva schließlich nach Krefeld, wo die romantische Geschichte nun erst richtig Fahrt aufnahm.Manuel Kölker scheint kein Mann der halben Sachen zu sein. Zumindest lässt sein liebevoll organisierter Heiratsantrag auf diese Eigenschaft schließen. Nach fünfjährigem Zusammenleben mit seiner Freundin machte sich der damals 36-Jährige ans Werk. Etwas ganz Besonderes sollte der Antrag werden und seine Leidenschaft, das Laufen, wollte er mit einbinden. Über mehrere Wochen sammelte er Bilder, drehte kleine Handyvideos und heckte in Zusammenarbeit mit dem Kino Cinemaxx einen Plan aus. Er lud Eva zu einem Kinoabend ein und bat sie, nach der Vorstellung noch kurz sitzen zu bleiben. „Ich habe erzählt, ich müsste noch kurz den neuen Spot des Krefelder Fairkehrs sichten. Das war aufgrund meiner beruflichen Pflichten als Pressesprecher der Stadt gar nicht so abwegig“, erzählt er. Der Kinosaal leerte sich, bis nur noch Eva und Manuel auf den Samtpolstern saßen. Das Licht ging wieder aus, und auf der Leinwand erschien kein Werbespot, sondern der 20-minütige Film, in dem Manuel seinen Antrag visualisiert hatte. Der Clou: Der Hobbyläufer war zuvor die Buchstaben für seine vier „magischen Worte“ mit der App „Runtastic“ gelaufen, die jede Route als Bilddatei abspeichert. So konnten diese den Antragsspruch auf der Leinwand bilden. „Das war echt toll, ich habe überhaupt nicht damit gerechnet!“, schwärmt Eva.
Nach der Verlobung war sich das Paar zunächst noch unschlüssig. Wie heiraten, wo und wann? Etwas Besonderes sollte es sein, soviel stand fest. Während ihrer Recherchen stießen die beiden auf den „Blauen Enzian“, eine historische Straßenbahn, in der standesamtliche Hochzeiten angeboten werden. „Die Möglichkeit, im Enzian zu heiraten, gibt es nur einmal im Jahr, im Mai. Als wir ihn entdeckt haben, war es bereits Februar“, erzählt Eva. „Eigentlich haben wir nicht damit gerechnet, dass wir eine Chance haben, sie noch für dasselbe Jahr zu bekommen.“ Trotzdem versuchte Manuel sein Glück und wurde belohnt. Hochzeitsdatum: 21. Mai 2016. „Wir haben sofort alle Familienmitglieder und Freunde angerufen“, lacht seine Frau. „Zum Glück konnten alle so kurzfristig.“

Eva-Marie und Manuel Kölker

Eva-Marie und Manuel Kölker

So gaben sich die zwei im nostalgischen Ambiente des Blauen Enzian das Ja-Wort. Auf der anschließenden Rundfahrt durch die Kulissen der Stadt Krefeld wurde der große Anlass noch gebührend gefeiert. „Wir möchten gerne auch noch kirchlich heiraten“, erzählt Manuel und blickt lächelnd zu seiner Ehefrau. „Aber da kommt jetzt erstmal noch etwas dazwischen.“ In einem Monat wird Tochter Lou aus dem Pärchen eine kleine Familie machen. Das erste Paar coole Sneaker hat der Papa in Spe bereits gekauft. Hofft da wohl jemand auf eine zukünftige Läuferin?