Erträumen, Erbauen – Erleben

Bau- und Modernisierungsmesse Krefeld am 25. und 26. März

„Wann ist der Estrich trocken?“ – „Sind die Fliesen rutschfest?“ – „Kann ich in meinem Altbau-Badezimmer eine bodentiefe Dusche einbauen?“ Diese Fragen von Eigentümern oder solchen, die es werden wollen, beantworten Fachleute aus der Region bei der 11. Bau- und Modernisierungsmesse am 25. und 26. März bei Bauen + Leben am Glockenspitz 50. Es wird eine lebendige Messe mit hoher Innovationsdichte.

Theo Peitz

Theo Peitz, Geschäftsführer von Bauen + Leben: „Alle Aussteller freuen sich auf die Fragen der Besucher.“

Über 50 Handwerksfirmen und Dienstleister und damit mehr als je zuvor präsentieren moderne Trends von der Bodenfliese in Holzoptik bis zur intelligenten Dachdämmung. „Viele Innovationen, die wir zeigen, kommen direkt von der Fachmesse BAU München, die alle zwei Jahre stattfindet“, freut sich Geschäftsführer Theo Peitz. Und findet fast kein Ende bei der Aufzählung der Highlights, die das Leben in den eigenen vier Wänden angenehmer, sicherer, gesünder, wohliger und schöner machen.

Trocken in 24 Stunden
Das steigende Grundwasser, vor allem im Dyk-Gebiet, macht vielen Krefeldern Sorgen. Um die Räume im Untergeschoss vor Feuchtigkeit zu schützen und eine weitere Bewohnbarkeit zu gewährleisten, wird eine Abdichtungsmethode vorgestellt, die den Keller innerhalb von 24 Stunden druckwasserdicht macht. Das geschieht von außen und kann auch bei nasskaltem Wetter passieren.

Fliesen in Holzoptik
Sie sind die Innovation aus dem Trendland Italien: Fliesen, die aussehen wie Holzdielen. Der Vorteil gegenüber Echtholzparkett sind die lange Lebensdauer ohne notwendige Zwischenbehandlungen wie regelmäßiges Abschleifen, die leichte Reinigung, die Verlegemöglichkeit in Bädern und die gute Leitfähigkeit von Wärme bei Fußbodenheizungen. Auch der Preisvergleich mit Holz kann sich sehen lassen: Das neue Feinsteinzeug ist fertig verlegt rund 20 Euro pro Quadratmeter günstiger als hochwertiges Parkett. Ästheten freuen sich außerdem über die Möglichkeit, die Optik ihrer neuen Fliesen bis in den Außenbereich fortführen zu können. Denn viele Modelle gibt es auch als Terrassenfliesen. Sie sind etwas dicker, rutsch- und frostfest.

Terrassendielen ohne Splitter
Nicht ganz neu, dafür mittlerweile aber sehr beliebt beim Verlegen von Terrassen, sind pflegeleichte Massivdielen halb aus Kunststoff, halb aus Naturmaterial. „WPC“ ist das Fachwort, und es steht für „wood plastic composite“. Diese Alternative zu Bangkirai und anderen Dielen aus Holz verursacht keine Splitter und keinen Stress beim Reinigen. Statt anstrengendem Schrubben oder Kärchern werden die Dielen mit normalen Haushaltsreinigern und lauwarmem Wasser gewischt. WPC-Terrassendielen gibt es in zehn Farben, von Grau über Braun bis Schwarz. Eine spezielle Ummantelung garantiert dauerhafte Farbbeständigkeit. „Mitgeliefert“ wird auch eine Verrottungsgarantie über 25 Jahre. Fertig verlegt zu sehen sind einige Muster am Livehaus von Bauen + Leben.

Textil-Optik für Boden und Wände

Eine feine Leinenstruktur haben die neuen stylischen Bodenfliesen, die ebenfalls aus Italien kommen. Die Optik entsteht durch ein spezielles Druckverfahren. Streicht man mit der Hand über das Feinsteinzeug, spürt man eine angenehme Haptik. Diese Fliesen sind „weich“ und „warm“, im Gegensatz zu Hochglanzfliesen. Außergewöhnlich sind auch die Formate. Die größte Fliese misst 120 mal 240 Zentimeter und kann damit beispielsweise als komplette Duschrückwand verlegt werden – „Lotus-Effekt“ inklusive. Das Wasser perlt nicht nur von alleine ab, sondern hinterlässt auch keine Kalkflecken.

Wand, Boden, Säule, Stein„Junger Estrich“ und Bio-Vinylböden
Eine klassische Bauherren-Frage lautet: „Wann ist der Estrich trocken?“ Die lange Wartezeit von rund 30 Tagen sorgt in der Bauphase regelmäßig für Ungeduld und Mehrkosten, schließlich würde man so gerne schon die neuen Fliesen einbauen (lassen). Jetzt gibt es sogenannte „junge Estriche“. Sie sind schon nach zwei Tagen begehbar. Und werden von gesundheitsbewussten Bauherren dann eventuell mit flexiblen Vinylböden belegt. Das Material gibt es jetzt mit „Bio“-Weichmachern. Sie sind gesundheitlich unbedenklich, denn sie können keine chemischen Stoffe abgeben. Das angenehme weiche Trittgefühl bleibt aber erhalten.

Glastüren als Raumkunstwerk
Dass die Hamburger Designerin Jette Joop nicht nur Mode entwirft, sondern auch Badetücher, ist bekannt. Jetzt öffnet sie im wahrsten Wortsinn eine weitere Türe. Bei der Bau- und Modernisierungsmesse werden zwei Modelle ihrer Glastüren-Kollektion gezeigt. Integrierte Fotofolien machen aus der Tür ein Raumkunstwerk. Die Folie wird vollflächig zwischen zwei Sicherheitsglasscheiben eingebrannt. Damit lässt sich die Türe problemlos reinigen. Achten Sie bei der Auswahl des Fotomotivs darauf, dass es keine Zahlen oder Texte enthält: die sind dann nämlich auf der anderen Seite der Türe nur in Spiegelschrift zu lesen…

Haustüren mit Tresor-Verriegelung
Höchste Sicherheitsstandards erfüllen Haustüren mit Tresorverriegelung. Sie sehen aus wie normale Haustüren, nur das Schloss ist kaum sichtbar. Stattdessen öffnet man sie durch das Drücken eines Knopfes. Es gibt auch Varianten mit Fingerprint-Erkennung. Ungewohnt ist, dass die Türe automatisch öffnet und schließt. Dafür gibt es aber eine „Kindersicherung“. Sobald beim Öffnen oder Schließen ein Hindernis im Weg ist, wird die Automatik gestoppt, damit man sich nicht einklemmen kann.

Keine Stolperfalle im Altbaubad
„Kann ich auch in einem Altbau mein Bad seniorengerecht umbauen?“ Diese Frage beantworten die Spezialisten bei der Bau- und Modernisierungsmesse mit einem klaren „Ja“. Bei der Maßnahme werden im Bereich der Duschtasse einfach ein paar Zentimeter vom Estrich herausgehoben und stattdessen dünne und stabile Bauplatten eingesetzt, über die dann die neuen Fliesen bodengleich verlegt werden. Damit ist ein Einstieg ohne Stolperfalle möglich.

Dünne Dämmung gegen „Schießschächte“

Feuchtigkeit und Schimmel sind die schlimmsten Feinde für ein Haus. Das können neuartige Fassaden- und Dachdämmungen verhindern. Beide Methoden werden bei der Messe anhand von Modellen anschaulich gemacht. Gezeigt wird eine Fassade, die mit einem hochwärmedämmenden Material aus Resopal-Schaum verkleidet ist. Dieser Dämmstoff eignet sich besonders für die Sanierung von alten Fassaden, die sehr dick sind. Durch den dünnen Dämmstoff wirken die Fenster später nicht wie Schießschächte. Im Musterhaus werden außerdem intelligente Dachfolien mit 50 Jahren Garantie gegen Schimmel gezeigt. Eine sogenannte „Vario Klimamembran“-Folie ist im Gegensatz zu einer herkömmlichen geschlossenen PE-Dachfolie mit Poren versehen. Dadurch bildet sich hier kein Wasserdampf, der unter der geschlossenen Folie zu Schimmel führen kann.

Bohrhammer „light“
Neben vielen neuen Geräten für Heimwerker fällt eine Weltneuheut besonders ins Auge: ein Bohrhammer ohne Kabel mit einem „54 Volt-Akku“. Er ist auch für handwerklich interessierte Frauen gut zu handhaben. Die Maschine wiegt nur drei bis fünf Kilo.

Bauen+Leben, Gebäude, EingangMusterraum mit allen Gewerken
Um zu demonstrieren, welche Gewerke für eine Sanierung oder einen Neubau notwendig sind, wird auf dem Außengelände ein Musterraum in Leichtbauweise errichtet. Hier zeigen Fliesenleger, Maurer, Putzer, Maler und Schreiner ihre Arbeit. Ein Unternehmer baut außerdem an den beiden Messetagen einen Pizza-Ofen mit Sitzecke. Apropos, Essen: Dafür sorgen Bratwurst Paule, die Bäckerei Lomme und das kreative Cateringteam von „WunderWerk“ mit seinem „Speisewagen“. Ausgesuchte Weine kommen von Norbert Pohl. Für Kinder gibt es einen Formel Eins-Simulator und ein Glücksrad. Aber auch in der Ausstellung ist viel Interessantes zu entdecken, so dass der Sprössling vielleicht am Ende sagt: „Ich will Maurer werden.“ Das Handwerk in der Region hat auf jeden Fall immer noch goldenen Boden.

25. und 26. März: Bau- und Modernisierungsmesse bei Bauen + Leben
Glockenspitz 50, 47800 Krefeld, 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr (Eintritt frei)
www.bauundwohnmessekrefeld.de
www.bauundwohnmessekrefeld.de