Forschung, Entwicklung und Innovation erleben – der Krefelder Labortag

Im Rahmen des Krefelder Perspektivwechsels, dem zentralen Maßnahmenpaket des Krefelder Stadtmarketings, das in diesem Jahr unter dem Motto „Made in Krefeld“ steht, möchte die Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern Mitte Oktober aufzeigen, an welchen Stellen in Krefeld geforscht, entwickelt, untersucht und an Innovationen gearbeitet wird. Beim „Krefelder Labortag“ wird es möglich sein, hinter sonst verschlossene Türen von Bildungseinrichtungen, Firmen und Institutionen zu schauen und dabei einen ganz neuen Blickwinkel auf die eigene Stadt zu entwickeln.

Uwe Fahrenkampf

Dr. Uwe Fahrenkampf, Bildungsgangleiter des Berufskollegs

„All unsere Projekte in diesem Jahr haben das Ziel, sichtbar zu machen, was Krefelder Institutionen und Unternehmen leisten und produzieren. Krefeld ist ein innovativer und experimentierfreudiger Standort, und das wollen wir bei unserem Labortag erlebbar machen. Wie der Name des Aktionstages bereits vermuten lässt, geht es dabei weniger um fertige Produkte, sondern vielmehr um die notwendige Forschungsarbeit, die vor- oder nachgeschaltet stattfindet“, erläutert Uli Cloos, Leiter des Krefelder Stadtmarketings. Dabei sei der Labortag kein klassischer Tag der offenen Tür, bei dem sich Unternehmen von ihrer besten Seite zeigen wollen. Vielmehr gehe es darum, einen authentischen und unverfälschten Einblick in Entwicklung, Forschung und Arbeit zu ermöglichen.

„An den vielen verschiedenen Stationen wird es kein übergeordnetes Rahmenprogramm geben. Die teilnehmenden Unternehmen und Einrichtungen bestimmen selber, was sie in welcher Weise präsentieren. Ein authentischer Blick hinter die Kulissen und das unmittelbare Gespräch vor Ort stehen im Fokus“, ergänzt Cloos. Die Liste der teilnehmenden Firmen und Institutionen ist lang und vielfältig. Vom Ingenieurbüro über die Feuerwehr bis hin zum Krefelder Zoo gibt es viele Aspekte der Forschungsarbeit zu entdecken. „Eine breite Palette, die die Vielfalt der hiesigen Forschung repräsentiert, war uns besonders wichtig. Wir freuen uns deshalb sehr darüber, so viele private und städtische Partner für den Labortag gewonnen zu haben“, so Cloos weiter. Unter den zahlreichen Stationen des Labortags gibt es auch Firmen zu entdecken, die der Industrie zuarbeiten und daher bei durchschnittlichen Krefeldern kaum bekannt sind. Ein Beispiel ist die Laufenberg GmbH, ein mittelständisches, eigentümergeführtes Familienunternehmen mit Sitz in Hüls, das seit bereits 70 Jahren zu den führenden europäischen Herstellern sogenannter Release Liner zählt. „Mit über 200 Mitarbeitern am Standort Krefeld beschichten wir Papiere und Folien mit Silikonen. Die technisch anspruchsvollen Produkte liefern wir weltweit zur weiteren Verarbeitung an die Hersteller von Selbstklebeprodukten“, erläutert Stephanie Soding, Geschäftsleiterin des mittelständischen Unternehmens und ergänzt: „Release Liner sind notwendig für die Herstellung von vielen Dingen des täglichen Bedarfs, zum Beispiel Klebebänder, Kohleverbundmaterialien oder Etiketten. Sie finden ihre Anwendung unter anderem im Automobilbau, zur Herstellung von Mobiltelefonen oder im Flugzeugbau.“ Im Zuge des Krefelder Labortags öffnet die Firma bereitwillig ihre Pforten und gewährt interessierten Bürgern spannende Einblicke in zwei Bereiche des Unternehmens. Im Labor wird der Entwicklungsprozess bis zum fertigen Produkt samt Qualitätsprüfung präsentiert. In einem Sauberraum wird zudem an einer riesigen modularen Versuchsmaschine, die der Produktentwicklung und Forschung dient, die Produktion in kleinem Maßstab demonstriert. „Es ist schön, interessierten Bürgern unsere Arbeit und die beruflichen Möglichkeiten in einer weniger bekannte Branche zu zeigen“, freut sich Soding.

Forschung, Entwicklung und Innovation erleben Krefelder Labortag

Neben privaten Firmen nehmen auch zahlreiche Bildungseinrichtungen am Labortag teil. Darunter auch der Fachbereich Chemie des Berufskollegs Glockenspitz. „Wir werden Einblicke in unsere Ausbildungsangebote gewähren. Im Fokus steht dabei die vollzeitschulische Ausbildung zum Chemisch-technischen-Assistenten“, erläutert Dr. Uwe Fahrenkampf, Bildungsgangleiter des Berufskollegs, das mit seinen heute etwa 70 Auszubildenden bereits seit Jahrzehnten eine wichtige Säule der Krefelder Chemie-Ausbildung ist. „Unsere Schüler und Lehrkräfte öffnen die Labore und präsentieren einen Ausschnitt der CTA-Ausbildung. Wir freuen uns auf interessierte Besucher, die zum Beispiel Laborexperimenten im Bereich der organischen Chemie und der chemischen Analyse beiwohnen können. Der Krefelder Labortag ist in erster Linie nicht als Marketing-Aussage nach außen gedacht. Vielmehr geht es uns darum, Impulse nach innen zu geben, die eigene Stadt neu zu entdecken. Die Innovationskraft und Experimentierfreude ist in Krefeld weit größer als man denkt. Und der Labortag ist die ideale Gelegenheit, genau dies wahrzunehmen. Und das spricht sich natürlich weit über die Stadtgrenzen hinaus herum“, freut sich Stadtmarketing-Leiter Cloos.

 

Krefelder Labortag, Samstag, 14. Oktober 2017, 11 bis 18 Uhr Auch punktuelle Öffnungszeiten innerhalb dieses Zeitfensters sind je nach Station und Angebot möglich.
Das genaue Programm ist abrufbar unter www.krefeld.de/labortag