Holzland Roeren - Das Krefelder Epizentrum des Grillens

Marketing-Chef Martin Roeren

Die Basis-Anleitung zur Zubereitung von Speisen klingt denkbar simpel: Man nehme ein Nahrungsmittel, setze es großer Hitze aus und verzehre es anschließend. Was so einfach klingt, ist gerade beim Grillen, der wohl testosteronhaltigsten Variante des Kochens, eine Kunst, nein, eine Religion. Und die Jünger dieser Bewegung brauchen nicht bloß eine Wärmequelle. Sie wollen Mehrzonen-Hitze, Infrarotbrenner, Smoker, Seitenkocher und Grillrosteinlagen in mannigfaltiger Ausprägung. Nahrungsmittel werden so nicht einfach zubereitet, sie werden zelebriert. Ein Steak als kulinarischer Ausdruck der Distinktion.

Martin Roeren, Marketingleiter des gleichnamigen Holzhandels, stand dieser Entwicklung einst skeptisch gegenüber: „Vor ziemlich genau zehn Jahren wurde uns gesagt, dass Terrassenmöbel in Kombination mit Grills besser verkauft würden. Das klang für mich zunächst überhaupt nicht einleuchtend. Aber ich ließ mich von einem Weber-Vertreter vom Gegenteil überzeugen, und so nahmen wir die ersten Grills in unser Geschäft auf.“ Inzwischen ist das anfängliche Nischenprodukt über eine Dekade zum festen Bestandteil des Roeren-Sortiments geworden, aus der Zusammenarbeit mit dem Hersteller Weber wurde eine langjährige Verbindung, die den Holzhandel in den Stand des „Worldsellers“ erhob. Das heißt: Auf der Mevissenstraße gibt alles zu kaufen, was die deutsche Grillmanufaktur für marktfähig erklärt.

Obwohl Roeren dieser Tage auch mit Marken wie „Monolith“ und „Napoleon“ kooperiert, ist es Weber, die mit ihrem Angebot die Ausstellungsfläche in der ersten Etage dominiert. Angefangen bei der Q-Serie, dem Stromgrill im Segment des Preiseinstiegs, reicht das Spektrum über die komplette Bandbreite der Holzkohlegrills mit Smoking-Funktion, die ihren Höhepunkt im „Smoker Joe“ findet, bis hin zu den Flaggschiffen genussbezogener Ingenieurs-Kunst: Gasgrills, die aussehen, als könne man mit ihnen eine Armada kampfbereiter Raumschiffe zum Ausschwärmen befehligen. „Zwar wird immer noch am meisten mit Holzkohle gegrillt, aber Gasgrills sind inzwischen das bestimmende Thema, weil sie unkompliziert in der Handhabung sind und geschmacklich das gleiche Erlebnis versprechen“, erklärt Roeren-Junior die Veränderungen im Nutzerverhalten. Wenig verwunderlich erscheint dann auch der Name des Topmodells in dieser Kategorie, der „Genesis“ nach dem ersten Buch Mose mit allen Schikanen, der unter Profis tatsächlich als Offenbarung gilt. „Wer möchte, kann hiermit sogar ein ganzes Spanferkel zubereiten“, sagt Martin Roeren und verweist auf das Weber-GBS-System, vielfältige Rosteinlagen, mit deren Hilfe auf dem Grill gar Waffeln und Pizza gemacht werden können.

Einem weiteren Trend in der Szene, dem langsamen Räuchern bei niedrigen Temperaturen, trägt Monolith mit seinem Keramikgrill Rechnung. Das besondere Material eignet sich hervorragend zum Speichern von Wärme und benötigt dafür nur eine kleine Hitzequelle. „Gerade Fans von Spareribs und Pulled Pork kommen hiermit voll auf ihre Kosten“, erklärt Martin Roeren, der inzwischen selbst zum Experten avanciert ist und der neugewonnenen Leidenschaft im Privaten frönt. „Mit dem Monolith kann man 16 Stunden lang eine konstante Hitze erzeugen, was dazu führt, dass das Fleisch butterzart wird. Um die Rauchentwicklung konstant halten zu können, verfügt er über einen kleinen Einlass für Holzpellets. Das Gerät wurde wirklich zuende gedacht.“ Gleiches gilt für das Thema Grillen im Holzhandel. Denn: Es ist nicht nur die Hardware, die es bei Roeren zu kaufen gibt, sondern sämtliches Zubehör, wie Bürsten, Abdeckungen und Aluminiumschalen, aber auch Klauenwerkzeuge zum „pullen“ oder gar Weber-Spielzeug für die Kinder. Für wahre Grillfans sind das zwar nette Spielereien, viel wichtiger ist allerdings, was letztlich auf den Rost kommt, und das befindet sich bei Roeren im Tiefkühlschrank: Bestes Prime Beef von Otto Gourmet in amerikanischer Manier zu Tomahawk- und Flanksteaks geschnitten, natürlich „dry aged“ und von glücklichen Weiderindern. Zugegeben: Nicht ganz billig, dafür aber von bester Qualität. Und wer sich ein solches Premium-Erzeugnis gönnt, möchte ihm auch die bestmögliche Behandlung zukommen lassen. Dafür hält Roeren die besten „Rubs“ und Gewürze aus dem Hause „Ankerkraut“ und „Don Marco’s“ bereit, die von einer bibliothekgleichen Ansammlung von Kochlektüre umrahmt wird.

Da man aber trotz des besten Equipments und erlesenster Produkte nicht automatisch zum Könner an Zange und Rost wird, bietet Roeren seit geraumer Zeit Grillseminare an. „Wir verfügen in unserem Neubau über eine Industrieküche mit angeschlossener Eventfläche von rund 200 Quadratmetern, die einen direkten Zugang zu unserer Dachterrasse hat. Hier können 20 Interessierte Seminare zu ganz unterschiedlichen Themen besuchen“, erklärt Martin Roeren, der es sich in der Regel nicht nehmen lässt, selbst dabei zu sein. Kein Wunder, sind es doch Größen wie Ted Aschebrandt, Marco Gräulich und der Chef de Cuisine von Otto Gourmet, die abwechselnd dem Holzhandel ihre Aufwartung machen. Anmeldungen für diese Events erfolgen über die Homepage des Holzhandels, die Kosten liegen zwischen 75 und 160 Euro je nach Wareneinsatz und Dauer. Gut investiertes Geld, meint auch Martin Roeren, denn was bringe es einen Ferrari zu besitzen, ihn aber nur im ersten Gang fahren zu können. Mit diesem nahezu ganzheitlichen Angebot ist Roeren zum Grillzentrum Krefelds geworden. Oder wie es die Jünger der Szene sagen würden: Zum Tempel des fleischlichen Genusses.

Holzland Roeren - Das Krefelder Epizentrum des Grillens

Holzland Roeren, Mevissenstr. 62, 47803 Krefeld,
Tel.: 02151 / 8787-70, www.fachmarkt@holz-roeren.de