Kein typischer Quereinstieg, aber ein gelungener

Maes Bestattungen

 

„Jeder hat das Recht auf eine würdevolle Bestattung“, fasst Mirko Stauch seine täglichen Aufgaben sowie die Motivation, den Beruf des Bestatters zu ergreifen, zusammen. Denn dass er eines Tages hierin Fuß fassen würde, war nicht geplant, bereitet dem Quereinsteiger anderthalb Jahre nach seinem Jobwechsel aber große Zufriedenheit.

Mirko Stauch

Vom Philologen und Buchhändler zum Bestatter: Mirko Stauch hat nach einem Quereinstieg im neuen Beruf Fuß gefasst und Zufriedenheit gefunden

So wie der historische Stadtkern sich in den Schatten der Wasserburg schmiegt, liegt die Vermutung nahe, dass Linn ein besonderes Krefelder Viertel ist: Mittelalterlicher Charme und freundlich lächelnde Bewohner sorgen für das wohlige Gefühl, der Hektik des städtischen Trubels für einen Moment entronnen zu sein. „Linn ist im besten Sinne ein Dorf – und da die Linner es selbst so sagen, wird mir diese Bezeichnung niemand übel nehmen“, lacht Mirko Stauch. Vor diesem Hintergrund wundert es auch nicht, dass ein Nachfolger für Petra Bleier, der ehemaligen Ansprechpartnerin des Bestattungshauses Maes, welches seit 1929 als traditionsreichstes Institut des Stadtteils besteht, quasi in der Nachbarschaft gefunden wurde: Stauchs Ehefrau betreibt das nebenan gelegene Ladenlokal und erfuhr so aus erster Hand von deren Rentenplänen. Die Idee für einen Jobwechsel war geboren: „Ich habe ein geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen und bin ursprünglich gelernter Buchhändler. Als solcher habe ich lange gearbeitet und es bestand auch keine Not, nach einer Alternative zu suchen.“ Als sich dann die Gelegenheit ergab, die Leitung von Maes Bestattungen zu übernehmen, entschloss sich Mirko Stauch, diese wahrzunehmen: „Ich bin gebürtiger Linner und es war schon immer mein Wunsch, in meiner Heimat beruflich tätig zu sein. Daneben möchte ich etwas für den Menschen tun, das über das Beraten im Buchhandel hinausgeht: Ich möchte ihm in essentiellen Situationen des Lebens zur Seite stehen.“ Gerade dies sei die Kernaufgabe eines Bestatters, egal ob in Linn, auf Krefelder Stadtgebiet oder in angrenzenden Orten.

Berufswechsel aus großer Motivation heraus

Urnen, schlicht

Schlichte, aber stilvolle Urnen dienen bei Feuerbestattungen als letzte Ruhestätte

„Es beginnt damit, herauszufinden, was sich die Hinterbliebenen wünschen.“

Für einen Berufswechsel braucht man eine hohe Risikobereitschaft und den inneren Antrieb, etwas anderes kennenlernen zu wollen. Auch muss das familiäre Umfeld stimmen, indem die Familie zustimmt und Rückhalt gibt. Dies traf im Fall des zweifachen Vaters glücklicherweise zu, wenngleich sich alle an einen neuen Tagesrhythmus gewöhnen mussten. Letztlich sei das Team, in das man stößt, von immenser Bedeutung im Hinblick auf die Kollegen. Stauch: „Die eigene Motivation passte, dazu der Background und das Team – alles fügte sich hervorragend!“ Aus diesen Worten spricht eine gewisse Spur von Dankbarkeit: „Ich habe jetzt einen vielseitigen und abwechslungsreichen Beruf gefunden, in dem ich jeden Tag Menschen zur Seite stehen und begleiten darf.“ Um Bestatter zu sein, benötigt man eine Offenheit für völlig unterschiedliche Tätigkeiten. Während Mirko Stauch bei Waschungen und Ankleidungen der Verstorbenen seinem Kollegen Frank Cosman hilft und in dieser anfangs ungewohnten Situation keinerlei Berührungsängste verspürt, widmet er sich hauptsächlich der Planung einer Bestattung: „Es beginnt damit, herauszufinden, was sich die Hinterbliebenen wünschen. Dies ist angesichts der Ausnahmesituation, in der sie sich befinden, nicht immer einfach und bedarf einerseits Feingefühl und fachliche Kompetenz andererseits – und die Fähigkeit, Dinge zwischen den Zeilen lesen zu können.“

Kreuz

Nicht nur konfessionell gebundene Beisetzungen werden bei Maes Bestattungen durchgeführt, sondern Wünsche jedweder Art berücksichtigt

Alles Verabredete zu berücksichtigen, damit die Trauerfeier, welche für die Angehörigen eine Abschiedszeremonie ist, nach ihren Vorstellungen vonstattengeht, ist für Mirko Stauch nach wie vor das Besondere. Sich beispielsweise in orthodoxe Riten einzufinden oder eine Überführung nach Rügen zu organisieren, bedürfe großer Vorbereitung. Buchhaltung fällt für ihn ebenso an wie der Umgang mit Trauerarbeit und das Einspringen als Krisenmanager. „Nach dem Arzt bin ich vor allem dann, wenn sich ein Sterbefall daheim ereignet, der erste, der Kontakt zu den Trauernden hat“, beschreibt Stauch. „In dieser Situation ist es wichtig, ein kompetenter Ansprechpartner und im übertragenen Sinne das Auge im Sturm zu sein.“ Gerade seine ersten Bestattungen betrafen ihm als Ur-Linner seit seiner Kindheit bekannte Gesichter. „Leute, die immer da waren, musste ich nun zu Grabe tragen. Das war definitiv eine neue Erfahrung, mit der ich aber schnell umzugehen lernte.“

Einzigartig und nicht wiederholbar

Eingang, Außenansicht

Maes Bestattungen blickt auf eine lange Tradition zurück und steht seit Generationen für Kompetenz in allen Fragen rund um das Abschiednehmen

Große Abwechslung erlebt Mikro Stauch im Verfassen von Traueransprachen. Hier kann er auf sein breit aufgestelltes Wissen als Philologe zurückgreifen und die Menschen noch unmittelbarer in ihrer Trauer begleiten. „Jede Trauerfeier ist ein einzigartiges Abschiednehmen vom Verstorbenen, nicht probbar und nicht nachholbar.“ Mirko Stauch wirkt wie ein humorvoller und mit beiden Beinen fest im Leben stehender Zeitgenosse. Bisweilen besuchen Schulklassen sein Bestattungshaus, die sich im Religionsunterricht mit dem Thema Tod befassen und seinen Beruf kennenlernen möchten. Mit ihnen spricht er offen über seinen Werdegang und seine Aufgaben. Wird er von den Kindern und Jugendlichen gefragt, ob er seine Entscheidung, neu anzufangen, bereut, antwortet er stets, dass er in der Gegenwart lebe und dieser Gedanke ihm fremd sei: „Neben dem Halt, den ich den Trauernden geben kann, ist gerade die tägliche Abwechslung meines Berufs derjenige Aspekt, der mich besonders zufriedenstellt.“ Und schmunzelnd fügt er hinzu: „Ich bin jetzt der Linner Dorfbestatter und als solcher bin ich vor Ort und Ihr Ansprechpartner in allen Fragen der Bestattung und Bestattungsvorsorge.“

Maes Bestattungen, Bestatter Mirko Stauch Rheinbabenstraße 105, 47809 Krefeld, Tel.: 02151 / 57 05 91

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen