Kolumne, KR-ONE

„Stimmt’s oder hab ich Recht?“

Über die Bedeutung von Floskeln und Phrasen   Bei der ersten Verabredung mit meiner Lebensgefährtin redeten wir über unsere Hobbys, den Beruf, die Kinder, und ich machte ihr immer mal wieder ein hübsches Kompliment. Am Ende war ich mir sicher, sie wiedersehen zu wollen. Um diesem Wunsc...
Kolumne, KR-ONE

„Von Zwietrachtsäern und Fallstrickdrehern“

Über die bucklige Verwandtschaft   Bestimmten italienischen Großfamilien in New York sagt man nach, sie hätten für den ein oder anderen schwierigen Verwandten schon mal gerne einen Sack Zement im Kofferraum und den Hudson River in der Nähe. Uns Deutschen ist diese Methode der sizilianisch...
Kolumne, KR-ONE

„Das Schweigen der Männer“

Über die Sache mit den bekannten Unbekannten Irgendwann treffen die meisten von uns auf einen Menschen, der uns bewusst aufs Kreuz legt oder nach Jahren der Freundschaft vorsätzlich enttäuscht. Wir sind wütend, verzweifelt, rat- oder machtlos, und um uns besser zu fühlen, feuern wir mitunter den ...
Kolumne, KR-ONE

„Gurken Madl – Gurken Bub.“ Über das Gender Marketing

Männer improvisieren gern und überall, so auch im Haushalt. Da wird das verlorengegangene Zopfgummi der Tochter schon mal durch einen Kabelbinder und der zerrissene Keilriemen der Lichtmaschine notfalls durch Mamas Nylonstrumpfhose ersetzt. Ich selbst habe einmal wegen eines kaputten Rührstabes eine...
Kolumne, KR-ONE

„Von blöden Gänsen, dummen Puten und doofen Hühnern“

Über den Respektlosen Es ist ein kalter Februartag, aber die Sonne scheint, und so haben wir uns für eine Tasse Kaffee auf die Terrasse gesetzt. Meine brasilianische Freundin beobachtet aufmerksam die akrobatischen Versuche eines kleinen Vogels, Futter aus einem Meisenknödel zu picken. „Schatz, wie...
Wolfgang Jachtmann

„Verkehrsberuhigte Bereiche“ – Über die betonierte Friedfertigkeit

Meine Familie und Freunde machen sich Sorgen. Ich sei überdreht, ewig auf 180 und müsse dringend mal entschleunigen, einen Gang runterschalten oder ein kleineres Rad drehen. Okay, denke ich, ich nehme euch heute einmal wörtlich und tue das, was ich ansonsten meide wie die Stammkneipe vom FC Bayern –...
Wolfgang Jachtmann

„Gib dein Feuerzeug und vergiss es!“ – Über die Wanderung der Dinge

Woher sie kommen und wohin sie gehen? Manchmal weiß man es, oft aber auch nicht. Die Rede ist von den Gegenständen des ungewollten Warenkreislaufs. CDs, DVDs, vor allem aber Tupperdosen wechseln mehr oder weniger in stillem Einvernehmen den Besitzer und das scheint völlig normal zu sein. Letztens fr...
Wolfgang Jachtmann

„Paul fährt mit – uns Schlitten“

Es ist Frühling und eigentlich muss ein Paar neue Schuhe für den Sommer her. Angesichts der braunschwarzen Tretmöbel-Trübsal im 44er Herrenregal verliere ich aber die Motivation und sehe mir interessiert eine Szene auf der anderen Seite des Hauptgangs an. Dort steht ein blauer Kinderwagen Typ MACLAR...
Wolfgang Jachtmann

Let’s have a Party… über die Veränderung eines Lebensgefühls

Es ist Samstagnachmittag, 16 Uhr. Ich bin zu Christianes Geburtstagsparty eingeladen worden und will ihr noch ein Geschenk besorgen. Im Supermarkt gibt es nette Geldkarten, und auf dem Weg dorthin überlege ich, wie viele Euro ich in diesem Jahr in den kleinen Umschlag auf der Vorderseite friemeln we...
Wolfgang Jachtmann

„Recall, Highlight und Masterplan“

Über das Anglogermanische Virus  Es ist Samstagmorgen und ich stehe an der Fleischtheke meines Supermarkts inmitten einer Prozession von Aufschnittbedürftigen. Während wir an den Rinder- und Schweinereliquien vorbei pilgern spricht mich eine gereizt wirkende ältere Dame an: „Dat is ja hier ein St...
Wolfgang Jachtmann

„Ist Dir beim Hereinkommen nichts aufgefallen?“

Glücklich der Mann, dem so etwas noch nie passiert ist. Du kommst am frühen Freitagabend mit dem Tunnelblick einer überforderten Wühlmaus von der Arbeit nach Hause und deine Verfassung entspricht der eines sanierungsbedürftigen Altbaus. Während du noch die Hoffnung hegst, dass deine Seelenruine durc...
Wolfgang Jachtmann

„Wo ist denn die Fernbedienung schon wieder hin?“

Heute Abend ist Champions League. Während aus dem Nachbarhaus schon die göttlich anmutende UEFA-Hymne der Meister, der Besten, uns niederes Fußballvolk vor den Fernseher befiehlt, brülle ich hektisch eine fundamentale Frage durch das Haus. Es ist nicht die Frage nach dem Wetter von morgen, der Exist...
Wolfgang Jachtmann

Über den Hülser an sich oder seine liebe Not mit der Stadt.

Krefeld, das war für mich als kleiner Junge weniger ein Ort als ein Ordner, und auf dem stand groß und fett unterstrichen STADT. In diesem Ordner durfte ich all die „Stadt Krefeld“ Briefe abheften, bei deren Durchsicht meine Oma sich verhielt wie ein explodierender Wellensittich und mein Vater den G...

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