Ob pfiffige Gedächtnisspiele, innovative Sitzgelegenheiten, blickfangende Büroutensilien oder wunderschöne Dekoartikel, alle Produkte der Krefelder Designschmiede „Remember“ machen das Leben ein bisschen bunter – und damit für die meisten auch schöner. Nicht zuletzt diesem Umstand ist es zu verdanken, dass sich das Krefelder Unternehmen in der letzten Dekade zu einem Global Player entwickelt hat. Und wer die ganze Welt beliefert, braucht dafür schließlich auch die richtigen Standortvoraussetzungen. Deswegen haben sich die beiden Geschäftsführer Ingo Fremer und Martin Kröger zu einem Schritt entschlossen, der später einmal in der Retrospektive eine Zäsur der Unternehmensgeschichte darstellen wird. Das gesamte Büro und die bislang ins Krefelder Umland ausgegliederte Lagerhaltung werden im Werkkontor am Nauenweg miteinander an nur einem Standort verbunden. Während das Lager bereits umgezogen ist, folgt die Verwaltung erst im April des nächsten Jahres. Doch schon jetzt ist die Begeisterung auf allen Seiten groß.

Das Schöne hat ein neues Zuhause - Remember zieht ins Werkkontor

Die Remember-Geschäftsführer Martin Kröger und Ingo Fremer

Für Eckart Preen, Geschäftsführer der zur Wirtschaftsförderung gehörenden GGK Grundstücksgesellschaft der Stadt Krefeld, muss sich die Neuansiedlung Remembers anfühlen wie der letzte Pinselstrich an einem seit vielen Jahren bearbeiteten Gemälde. Einst als Spedition genutzt, ist das Werkkontor inzwischen ein Musterbeispiel für die gelungene Revitalisierung einer Liegenschaft in städtischer Hand. „Was hier in den letzten Jahren mit viel Engagement, Sachverstand und Herzblut entstanden ist, darf schon als bemerkenswert betrachtet werden“, konstatiert Preen nicht ganz ohne Stolz. Aus dem alten Handwerkerhof mit dem ein oder anderen eher baufälligen Gebäude und ungenutztem Potenzial ist ein sowohl architektonisch als auch wirtschaftlich imposantes Areal geworden, das seine Strahlkraft inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus entfaltet. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat die Firma TCN Property Projects, die in Zusammenarbeit mit der GGK die jeweiligen Konzepte für die Nutzung der Einzelgebäude erarbeitet, sich um Bestands- und Neumieter bemüht, die Kosten überwacht, sich um die nötigen Umbaumaßnahmen organisiert und nicht zuletzt den gesamten Standort managt. „Als wir das Areal im Jahre 2013 übernahmen, waren zuvor zwar schon einige Maßnahmen  an einzelnen Mieteinheiten umgesetzt worden, vom heutigen Zustand waren wir allerdings weit entfernt“, erklärt Geschäftsführer Holger Bräutigam.

Besonders das renovierte Lichtenthälergebäude, in dem auch die Verwaltung Remembers im kommenden Jahr ihr repräsentatives Zuhause finden wird und das sogenannte Uhrengebäude sind Leuchttürme der Liegenschaft und üben eine fast magnetische Sogwirkung aus. „2013 waren auf dem gesamten Gelände elf Mieter ansässig. Heute sind es derer 24. Um diese Zahl zu erzielen, mussten wir Gebäude renovieren und neu bauen, Lagerflächen schaffen und Freiflächen nutzen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mieter Rechnung zu tragen“, so Bräutigam weiter. Aber, und das wird der Projektentwickler nicht müde zu betonen, auch die Stärkung der lokalen Identität sei immens wichtig gewesen: „Das Areal hier war nur den allerwenigsten Krefeldern bekannt. Am Anfang einer neuen Vermarktungsstrategie stand die Namensgebung. Mit der Beibehaltung des Namens  Handwerkerhof wäre die Liegenschaft in der Außendarstellung zu sehr auf eben das Handwerk zugeschnitten geblieben. Deswegen haben wir uns für die Wortkombination Werkkontor entschieden, die sowohl den werkenden Handwerker als auch den büroorientierten Dienstleister ansprechen soll. Im Zuge dieser Neu-Positionierung galt es für uns auch, die bereits hier ansässigen Unternehmen besser miteinander zu vernetzen. Das ist uns mit der Hompage gelungen, die nicht nur allen Besuchern die hier arbeitenden Firmen näherbringt, sondern auch für einen besseren Kontakt der Betriebe untereinander sorgt.“

„Als wir das Areal im Jahre 2013 übernahmen, waren zuvor zwar schon einige Maßnahmen umgesetzt worden, vom heutigen Zustand waren wir allerdings weit entfernt.“

Vollvermietung. Dieses Wort klingt wie Musik in den Ohren eines Wirtschaftsförderers. Und Eckart Preen darf es in Bezug auf das Werkkontor nun wieder einmal in den Mund nehmen. „Es ist schon faszinierend, dass selbst der 4.000 Quadratmeter umfassende Neubau, der erst in einigen Wochen fertiggestellt sein wird, schon jetzt voll vermietet ist“, sagt Preen und schüttelt lächelnd den Kopf. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Zweimal 150 Quadratmeter Lagerfläche sind noch frei. Gemessen an dem mehrere tausend Quadratmeter umfassenden Areal sind das allerdings Spurenelemente. Ebenfalls dieser Tage den Mietvertrag unterschrieben hat die Stiftung für Bildung und Handwerk. „Das zu erwähnen ist mir ganz wichtig“, so Preen weiter. „Ich freue mich sehr, dass damit auch viele junge Leute am Standort sein werden und hier die Bildung einen Platz gefunden hat. Auch diese Neuansiedlung wird den Standort noch einmal frisch beleben.“

Wie komplex und diffizil der Standortwechsel eines großen Unternehmens für beide Seiten sein kann, zeigt der Umzug Remembers beispielhaft. „Unser Geschäft ist stark saisonabhängig“, erklärt Martin Kröger, „die höchste Spitze wird rund um die Weihnachtszeit erreicht. Gerade dann muss der Warenfluss, also Wareneingang, Kommissionierung und Warenausgang, im Lager perfekt funktionieren. Leider lief das in den vergangenen Jahren aus unserer Sicht eher suboptimal. Deswegen auch der Entschluss, Lager und Verwaltung an einem Standort zu verbinden. Wir sind der Überzeugung, dass wir es selbst effizienter, effektiver und damit besser gestalten können. Aber eben nur unter den entsprechenden Voraussetzungen“, erklärt Kröger. Diese Voraussetzung zu schaffen, lag dann in den Händen von TCN Property Projects, allen voran Holger Bräutigam. „Als der Kontakt mit Remember entstand, befand sich die Lagerhalle bereits im Bau“, schildert der Chefkoordinator die damalige Situation, „also haben wir sofort die Pläne geändert, um den Ansprüchen Remembers gerecht zu werden. Andernfalls wäre es nicht zu einer Übereinkunft gekommen.“

Nun, da alle notwendigen Maßnahmen für ein reibungsloses Weihnachtsgeschäft ergriffen wurden, macht sich gerade auf Seiten Remembers Erleichterung breit. „Wir sind nicht nur froh darüber, erstmals unter besten Bedingungen arbeiten zu können, sondern auch über die Tatsache, weiterhin in Krefeld zu verbleiben“, veranschaulicht Fremer. „Wir sind seit 20 Jahren hier, unsere Mitarbeiter kommen aus der Stadt und wir fühlen uns mit dem Raum verbunden.“ Und so wird aus einer Win-win-Situation eine Win-win-win-Situation. Denn: Remember erhält einen idealen Standort, das Werkkontor einen neuen, bunten Mieter und in Krefeld werden durch die Neuansiedlung fünf feste neue Arbeitsplätze geschaffen. Ein Ereignis zum Erinnern.

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