salvea: medical training und Wellness

Die lichtdurchfluteten und stilvoll ausgebauten Fachwerkräumlichkeiten hoch oben unter dem Dach von salvea an der Westparkstraße sind die „Bel-Etage“ des Gesundheitszentrums. Hier trainiert Herbert Angerhausen (78) seine hintere Nackenmuskulatur durch langsame Bewegungen nach vorne und hinten. Denn Gesundheit ist nicht nur Kraft, sondern auch Beweglichkeit. Diese medizinische Erkenntnis ist das Herz des Bereichs „medical training“.

Anke Stauch, Leiterin salvea

„Körper und Seele gehören zusammen. Deshalb bieten wir ganzheitliche, nachhaltige Angebote“: Anke Stauch, Leiterin salvea medical training und Betriebliches Gesundheitsmanagement

Medizinisch-therapeutisch ausgebildete Trainer leiten in Gruppen bis maximal vier Teilnehmer Patienten nach einer Reha oder Physiotherapie, aber auch Menschen mit unspezifischen Rückenproblemen dabei an, dauerhaft beweglicher zu werden und dadurch ein schmerzfreieres Leben zu führen. Einer von ihnen ist Herbert Angerhausen, der über vier Jahrzehnte die Seiden-Apotheke am Ostwall geleitet und sich vor sechs Jahren selbst in den Ruhestand entlassen hat. Das lange Stehen hatte zu zwei schmerzenden Knien und das wiederum zu zwei Knieprothesen geführt. Nach der letzten Reha bei salvea entschied sich der Rentner, seine Genesung auf eine höhere Stufe zu stellen: „Durch die Knie-Operationen bekam ich Probleme mit der Haltung und als Folge falscher und zum Teil einseitiger Belastung Schmerzen im Rücken und in der Halswirbelsäule.“

Damit ausschließlich die Muskeln trainiert werden, die aufgebaut werden sollen, wird sein Oberkörper aufrecht durch ein Brustpolster fixiert und der Kopf wird durch ein Nackenkissen in die optimale Bewegung geführt. Mit Argusausgen wacht Robert Lipka, fachlicher Leiter des medical trainings bei salvea, über Dauer und Geschwindigkeit der Bewegungsabläufe. „Sicherheit und permanente Begleitung sind wichtig bei den Übungen“, erklärt er, „denn viele Patienten dürfen nur eingeschränkt belastet werden. Viele haben Angst, dass bei einer falschen Bewegung wieder etwas passiert.“

Beugen, strecken, rotieren
Hinter diesem komplexen und wirksamen Programm steht das analysegestützte Wirbelsäulentraining nach dem FPZ-Konzept. Es wurde von Sportwissenschaftlern und Ärzten an der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelt und lizenziert. FPZ steht für „Forschungs- und Präventionszentrum“. Ziel war es, eine wissenschaftlich gesicherte und computergestützte Möglichkeit zu finden, um chronische oder wiederkehrende Rückenschmerzen zu diagnostizieren und im nächsten Schritt zu reduzieren. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass ein starkes und stabiles Muskelkorsett am Rumpf und im Nacken die Wirbelsäule stützt. Vor der Trainingsplanung werden der Kraft- und Muskelstatus des Patienten im Vergleich zu Referenzdaten gesunder Menschen individuell „vermessen“. Dann folgt ein individuelles Training, bestehend aus Beugungen, Streckungen, Rotationen und Seitwärtsbewegungen vom Kopf bis zum Becken. Aber auch Arme, Schultern und Beine werden je nach Bedarf mit in das Trainingsprogramm einbezogen.

Alexandra Nobes

“Ziel ist es, die Übungen möglichst dreidimensional auszuführen, denn so bewegen wir uns auch im Alltag.” (Alexandra Nobes)

Einmal wöchentlich nutzt Herbert Angerhausen das Rückentraining und schwärmt: „Ich kann meinen großen Garten mittlerweile wieder selbst bestellen. Dieses Training ist eine phantastische und effektive Ergänzung zur klassischen Physiotherapie.“ Viele gesetzliche und einige private Krankenkassen, aber auch Krefelder Arbeitgeber wie beispielsweise die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) oder die Interface® Deutschland GmbH, bezuschussen Wirbelsäulenanalyse und Training, das über Zehnerkarten angeboten wird.

Dreidimensionale Übungen aus dem Alltag: Weiterer Baustein des medical trainings bei salvea ist die Gyrotonic® Methode. 20 Holzstufen führen aus der offenen FPZ-Trainingsetage in den oberen Teil des Spitzbodens. Hier demonstriert Diplomsportlehrerin Alexandra Nobes auf ästhetischen Übungsgeräten aus Holz fließende Wirbelsäulen-Bewegungen nach vorne, zurück, spiralförmig und kreisend. Das geschieht gegen einen gleichmäßigen Widerstand. „Ziel ist es, die Übungen möglichst dreidimensional auszuführen, denn so bewegen wir uns auch im Alltag“, erläutert die Trainerin, die abschließend betont: „Solche Übungen verbessern die Kraft, die Beweglichkeit und die Koordination.“ Der Erfinder dieser sanften Methode war Profitänzer und hat wegen Problemen an der Wirbelsäule und der Achillessehne einen Weg gesucht, seine Gelenke zu entlasten, um das Training wieder intensivieren zu können. Die Übungen sind völlig ungefährlich und können vom Bewegungsmuffel bis zum Leistungssportler durchgeführt werden. Gyrotonic kommt übrigens vom Wort „gyros“, was so viel bedeutet wie „kreisen“. Assoziationen mit einem griechischen Drehspieß sind durchaus erlaubt. Weiteres Puzzleteil im vielfältigen Portfolio des salvea medical trainings ist der Pilates Reformer. Anke Stauch, Leiterin des medical trainings, nennt die Besonderheiten: „Der Pilates Reformer erlaubt Pilates am Gerät und ist geeignet für Menschen, die mit Übungen am Boden Schwierigkeiten haben. Außerdem ist eine deutlich höhere Intensitätssteigerung durch Gewichte und Federn möglich. Die Übungen helfen, Becken, Beine, Bauch und den unteren Rücken zu stabilisieren.“

Rückenstrecke, Enita C.

Am „Rückenstrecker“: Nach einem Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich trainiert Enita C. zweimal in der Woche

Ayurvedisch-indische Wellness-Oase Nach getaner körperlicher Arbeit im salvea medical training öffnet sich den Kunden eine wunderbare ayurvedisch-indische Oase. Schon das Foyer des Wellnessbereichs mit der hölzernen Freitreppe, warmen Naturtönen und Stein-Wandkunst aus Bali entführt in eine Welt, die zum Abschalten einlädt. Zu einem riesigen Verwöhnprogramm, das mittlerweile auch immer mehr Männer nutzen, gehören Kosmetik, Teil- und Ganzkörpermassagen mit Aromaöl, Hot Stones, Honig oder Aloe Vera. Diese grünen Allheilpflanzen werden regelmäßig frisch geliefert. Parya Calcanio ist Kosmetikerin und Wellness-Expertin bei salvea und erzählt von der wunderbaren Wirkung von Aloe Vera: „Das Extrakt ist rötungs- und juckreizmindernd, antibakteriell, beruhigend und fettfrei. Das Fruchtfleisch kann man auch essen oder ausgepresst trinken. Es wirkt positiv auf unsere inneren Organe, zum Beispiel bei Magenbeschwerden, und es hilft gegen Allergien.“ Das Wellness-Angebot kann jeder nutzen. Beliebt sind Gutscheine. Immer häufiger entschließen sich junge Frauen, ihren Junggesellenabschied bei salvea zu verbringen. Neben ausgesuchten Anwendungen gehören auch ein Saunabesuch und ein gesunder Snack in gemütlichem Ambiente dazu – vielleicht sogar mit einem leckeren zarten Gyros aus Hühnchenfleisch.

 

salvea Gesundheitszentrum Krefeld,
Westparkstraße 107-109,
47803 Krefeld,
Telefon: 02151-78117-0,
www.salvea.de