Dreidimensionales Röntgen bietet Medizinern eine perfekte Diagnosegrundlage

Aufmerksamen Beobachtern fällt es vielleicht auf, das grün-weiße Transparent am alten Thyssen-Krupp Verwaltungshaus auf der – stadtauswärts gesehen – rechten Seite der Gladbacher Straße. Hier, im Haus Nummer 551, dem „Haus der Medizintechnik„, residiert seit Anfang 2016 das Freie Diagnostikzentrum Niederrhein – zusammen mit der DVT Akademie Deutschland und dem auf medizinische Anwendungen spezialisierten Ingenieurbüro Hillus Engineering. Dabei ist „DVT“ das entscheidende Stichwort für alle drei Nutzer des Backsteingebäudes mit industrieller Geschichte. DVT steht für „Digitale Volumentomographie“ und ist ein bildgebendes Tomographieverfahren unter der Nutzung von Röntgenstrahlen, ähnlich dem klassischen CT. Dabei wird DVT vor allem zur Gewinnung dreidimensionaler Bilder des Schädelbereichs eingesetzt. Nutznießer der Technik sind also in der Regel Zahnärzte, Kiefer- und Gesichtschirurgen sowie Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und deren Patienten, die auf diese Weise eine neue Diagnoseoption neben dem CT bekommen.

Thomas Hillus,

Thomas Hillus, Inhaber und Geschäftsführer von Hillus Engineering

„Gegenüber dem Röntgen mit dem CT hat das DVT zwei entscheidende Vorteile“, weiß Diplom-Ingenieur Thomas Hillus, Geschäftsführer von Hillus Engineering. Er erklärt: „Zum einen ist die Strahlenbelastung bei einer DVT-Untersuchung um 80 bis 90 Prozent geringer als bei einem CT. Zum anderen bekommt der behandelnde Arzt durch moderne DVT-Aufnahmen ein dreidimensionales Bild des Patientenschädels, das weitaus schärfer ist als bei einem CT – eine hervorragende Beurteilungsgrundlage für die weitere Behandlung. Das ist vor allem für kieferchirurgische Eingriffe und das Setzen von Implantaten, aber auch für die Beurteilung und Behandlung von Nasennebenhöhlenerkrankungen, ein großes Plus.
“ Ein wesentlicher Vorteil für klaustrophobische Patienten ist, dass sie sich bei einer DVT-Untersuchung nicht in eine enge Röhre legen müssen.
Anders als im herkömmlichen zweidimensionalen Röntgenbild, wie den 2D-Panorama-Aufnahmen, die Zahnmediziner in der Regel verwenden, ermöglicht der 3D-Datensatz den Medizinern eine präzise Diagnostik und Behandlungsplanung aus unterschiedlichen Perspektiven. Das DVT liefert die Möglichkeit, horizontale und vertikale Schnitte durch unterschiedliche Ebenen zu legen. So können zum Beispiel der Knochenaufbau oder der Verlauf von Nervenkanälen exakt bestimmt werden, was unter anderem bei der Planung von Implantaten sehr wichtig ist.

Christoph Hillus

Christoph Hillus

„In unserem Diagnostikzentrum bieten wir Ärzten aus der Region an, unsere DVT-Geräte für ihre Patienten zu nutzen“, erklärt Christoph Hillus, der im Freien Diagnostik Zentrum für die Aufklärung der Patienten zuständig ist. „Dabei können neben den dreidimensionalen DVT-Aufnahmen auch ganz klassische 2D-Röntgen-Bilder für den Dentalbereich erstellt werden. Als besonderen Service für Zahnärzte und auch für Patienten, die sich eine Zweitmeinung zu bisherigen Befunden einholen wollen, arbeiten wir mit einem Radiologen zusammen. Der begutachtet alle bei uns entstandenen DVT-Aufnahmen und ordnet die Befunde medizinisch ein“, so Hillus.
Ein weiterer großer Vorteil für Patienten ist, dass es an der Gladbacher Straße keine Wartezeiten gibt. DVT-Untersuchungen werden in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Terminvergabe durchgeführt. „Mit der Gründung unseres Diagnostikzentrums haben wir also deutlich zur Verbesserung der medizinisch-radiologischen Versorgung am Niederrhein beigetragen“,
freut sich Christoph Hillus.
Bei unserem Ortstermin konnten wir uns von dem unkomplizierten Ablauf einer DVT-Untersuchung und zugleich von deren außergewöhnlichen Ergebnissen überzeugen. Das helle und freundliche Diagnostikzentrum befindet sich im Erdgeschoss und ist über einen direkten Zugang vom Parkplatz aus erreichbar. Hinter Rezeption und Wartezimmer liegt der mit Holzfußboden ausgelegte Diagnoseraum. Unsere „Testpatientin“ stellt sich dicht vor eines der beiden größenverstellbaren DVT-Geräte und folgt den Anweisungen der Röntgenassistentin, die die Feinjustierung der Aufnahme außerhalb des Raums an einem Monitor vornimmt. Passt alles, verlässt sie den Raum abermals für einige Sekunden und löst die Aufnahme aus. Fertig!

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Das DVT liefert die Möglichkeit, horizontale und vertikale Schnitte durch unter-schiedliche Ebenen zu legen. So können zum Beispiel der Knochenaufbau oder der Verlauf von Nervenkanälen exakt bestimmt werden.

Am Bildschirm zeigt sie uns anschließend das Ergebnis: eine dreidimensionale Abbildung des Schädels der eben geröntgten Patientin. Die Aufnahme kann man sich mit Hilfe der Maus und frei wählbaren Schnitten und Pfaden aus allen erdenklichen Perspektiven ansehen und dabei ein- und auszoomen. Das ist eine große Hilfe für den behandelnden Arzt.
„Die Kosten einer solchen DVT-Aufnahme werden bisher zwar nur von privaten Krankenversicherungen übernommen“, weiß Christoph Hillus, fügt aber hinzu: „Es wird sich oft lohnen, die Kosten zwischen 100 und 200 Euro für ein DVT auch als Selbstzahler zu investieren, da die Sicherheit für eine erfolgreiche Behandlung deutlich gesteigert wird.“ „Da Hillus Engineering die deutsche Vertretung des italienischen Herstellers unserer DVT Geräte innehat, können wir unseren Patienten auch immer die neueste ‚NewTom‘-Technik anbieten“, freut sich der Geschäftsführer und erläutert: „Das ist zugleich ein weiteres wichtiges Argument für viele Zahn- und HNO-Ärzte, mit uns zusammenzuarbeiten. Einen regelmäßigen Austausch zu allen Themen rund um die Digitale Volumentomographie pflegen wir direkt hier im Haus über die DVT-Akademie. Dazu gehören Software- und Anwenderkurse genauso wie Workshops und Vorträge zu den medizinisch-technischen Grundlagen der DVT-Technik. Interessierten Ärzten bieten wir an, uns unverbindlich zu kontaktieren und sich über die mit der innovativen DVT-Technik verbundenen Möglichkeiten zu informieren. Wir stehen gerne für ein Gespräch bereit.“

 

Freies Diagnostikzentrum Niederrhein Gladbacher Straße 551,
47805 Krefeld
Telefon: 02151-93 70 70
www.fdzn.de