Spielspaß im Hüüldopp

Hüüldopp. Der Begriff kommt aus der Mundart und bedeutet Heulkreisel. Der Heulkreisel, heute auch vielen bekannt als Brummkreisel, war mit eines der ersten Spielzeuge, die es auf dem Markt gab. Ein echter Vorreiter sozusagen. Genauso wie der Spielzeugladen „Hüüldopp“, der seit 29 Jahren an der Evertsstraße 30 zu finden ist.

Ein Geschäft, voll mit Spielzeugen jeglicher Art: Kuscheltiere, Puppenhäuser, Kinderlampen, aber auch Roller, Murmeln oder Flugzeuge. Wer bei Hüüldopp Kunde ist, findet nicht nur ein breites Angebot zwischen neuen und altbekannten Spielsachen, sondern auch kompetente Beratung von Ralf und Brigitta Brender und ihrem Team. 1988 entschied sich der studierte Lehrer, etwas Neues zu wagen. „Dauerhafte Lehrstellen waren damals nicht vergeben, und immer nur von einem befristeten in den nächsten befristeten Vertrag überzugehen, war auch nichts, wenn man eine Familie ernähren musste“, so Ralf Brender, Inhaber von Hüüldopp. Also wagte er, ohne kaufmännische Ausbildung, aber mit viel Liebe fürs Spielzeug, den Schritt in die Selbstständigkeit.

Ehepaar Brender

Inhaber-Ehepaar Brender

Die Liebe zu seinen Produkten ist bis heute geblieben, wie sich schon an der kreativen Namensgebung des Ladens erkennen lässt. Nur weil der Name für eines der ältesten Spielzeuge der Welt steht, heißt das noch lange nicht, dass die Uhren bei Hüüldopp stillstehen. Bei weitem nicht. Neben vielen Spielklassikern gibt es immer wieder neue Spielsachen, allerdings ohne dass sich Brender dabei von Trends verbiegen lässt. „Mir ist es wichtig, qualitativ hochwertiges Spielzeug zu verkaufen, hinter dem ich auch stehe“, so der Inhaber. Das können natürlich auch Neuheiten wie zum Beispiel die „Tonies“ sein. Hörfiguren, deren Inhalte mittels einer Station abgespielt werden können und die im letzten Jahr von zwei Düsseldorfern erfunden wurden. Genauso können es aber auch Spielklassiker wie Handpuppen sein. „Hüüldopp steht für Bewegung, wie der Kreisel, der sich auch stetig weiter dreht“, erklärt Brender die Idee hinter dem Namen.

Genau diese Mischung macht auch das Erfolgsrezept des inhabergeführten Spielzeugladens aus. Brender versperrt sich nicht für Trends, verkauft aber auf seinen 160 Quadratmetern nur Spielzeug, hinter dem er zu 100 Prozent steht. Wie zum Beispiel die modernen Kickboards, von denen er einige im Laden hat. „Das ist ein sehr bewegungsaktives Fahrzeug, und es wird komplett über die Gewichtsverlagerung gesteuert“, erzählt’s und steht schon selbst auf einem Roller. Mit viel Freude erklärt er die Handhabung und zeigt, wie die Kids damit durch die Gegend düsen können. Wer Brender zu seinem Lieblingsspielzeug befragt, wird in eine kleine Nische seitlich des Hauptgangs geführt. Dort liegen neben ferngesteuerten Autos, „die sind übrigens nach wie vor noch sehr im Trend“, zwei Frisbee ähnliche Superdisks, „Ogo-Sports“ genannt. Mit Hilfe der Disks können sich zwei Personen einen Wuschelball zuspielen oder die Scheiben auch als Frisbee verwenden. „Das Spiel ist so einfach und doch so abwechslungsreich“, kommentiert Brender unsere Spielrunde.

Aber auch die Klassiker finden nach wie vor volle Begeisterung. Ein wunderschönes Puppenhaus aus Holz steht im hinteren Bereich des Spielzeugladens. Die Puppen, die ursprünglich mal in den verschiedenen Räumen des Hauses festgeklebt waren, stehen längst lose neben den Gegenständen. „Das mit den angeklebten Figuren hatte sich schnell erledigt. Jeder darf hier mit allem spielen“, so der studierte Lehrer lachend. Diese Devise ist dem Geschäftsführer wichtig, denn nur so lasse sich für den Kunden herausfinden, ob die Sachen überhaupt bespielbar seien. Diese persönliche Atmosphäre, die das Ehepaar Brender ausstrahlt und pflegt, ist mit großer Sicherheit ein Grund, warum Hüüldopp nächstes Jahr bereits sein 30-jähriges Jubiläum feiert.

Und gibt es ein Spielzeug einmal nicht vorrätig, bestellt Brender es für seine Kunden. „Ich bin oft auf Spielemessen und weiß genau, was es alles gibt“, so der gebürtige Korschenbroicher in seinem sympathischen Dialekt und mit seiner offenen Art. Vielleicht ist es auch genau diese offene Art, die den Kunden so gut gefällt und den Laden zu einem beliebten „Spielplatz“ für Groß und Klein macht. Kurzerhand lädt der Geschäftsführer zu einer Partie an einem neuen Spiel namens „Klask“ ein. „Das funktioniert so ähnlich wie Kicker, nur auf einem wesentlich kleineren Spielfeld. Gesteuert wird mit Magneten unter dem Tisch“, erklärt Brender. Voller Begeisterung wird sich in das Spiel gestürzt und bei jedem Tor laut aufgejubelt. Im Herzen scheint Brender ein großer Spiele-Fan zu sein, der großen Spaß am Entdecken von neuen Spielzeugen hat. Und vielleicht ist gerade diese Einstellung das Erfolgsrezept der Brenders: mit den Kunden auf einer Augenhöhe zu sein und stets das Wesentliche nicht aus dem Auge verlieren. Oder, wie Brender es auf den Punkt bringt: „Es geht gerade bei Spielzeugen nicht um den Preis, nach dem Motto ,Hauptsache billig‘, sondern um das Produkt und um die Idee, die dahintersteckt. Und natürlich um den Spaß und um das gemeinsame Spielen.“

Hüüldopp, Evertsstraße 30, 47798 Krefeld,
Telefon: 02151-80 24 60, www.hueldopp.de