„Im Sommer bin ich mindestens dreimal in der Woche hier – das ist ein richtiger Wohlfühlort!“ Gut gelaunt nimmt Josef Maaßen einen Schluck von seiner Saftschorle. Es ist ein Donnerstag im Frühsommer um die Mittagszeit, und Maaßen, 75, Rentner aus Krefeld, entspannt gerade an einem seiner Lieblingsplätze in der Seidenstadt: im Biergarten des Stadtwaldhauses. Mit seiner Begeisterung für diese Location ist Maaßen wahrlich nicht alleine.

Stadtwaldhaus - Deutschlands schönster Biergarten

Freut sich über die Auszeichnung: Stadtwaldhaus-Gastronom Helmut Lang

In einer Online-Umfrage des renommierten Wein- und Gourmetmagazins „Falstaff“ wurde der Sitzbereich unter freiem Himmel am Krefelder Stadtwaldhaus gerade zum „schönsten Biergarten Deutschlands“ gewählt: 45,86 Prozent der Teilnehmer voteten mit fast 5.000 Stimmen für den Biergarten, der unter der Leitung von Stadtwaldhaus-Gastronom Helmut Lang in diesem Jahr auch sein 25-jähriges Bestehen feiert. Mit seinem digitalen Durchmarsch hängte er gar das Seehaus in München ab, einer Stadt in der Unwissende wahrscheinlich automatisch den Sieger einer Biergarten-Abstimmung vermuten würden. Aber dann sind sie eben auch noch nie in dieser besonderen Krefelder Open-Air-Anlage gewesen, die, je nachdem, wie man sitzt, den Blick lenkt auf den malerischen Stadtwaldweiher, das Bootshaus und den Deuß-Tempel oder auf das altehrwürdige Gebäude. „Diese Anlage hier, die das Gestern und das Heute so stilvoll vereint, hat eine klare Alleinstellung am Niederrhein, denn dies ist ein Ort mit Gesicht, der sich klar abhebt von systemgastronomischer Austauschbarkeit“, unterstreicht Inhaber Lang.

1991 ist der heute 57-jährige gelernte Koch und Hotelkaufmann, der gebürtig aus Baden-Württemberg kommt, in die Seidenstadt übergesiedelt, um das Stadtwaldhaus zu übernehmen – und damit ein großes Stück Verantwortung für ein gastronomisches Wahrzeichen Krefelds. Das Haus blickt auf eine gewachsene Historie inmitten des Stadtwaldes zurück, dessen Aufforstung 1897 der Seidenfabrikant Wilhelm Deuß mit seinerzeit 20.000 Mark gestiftet hat und für den der Bauherr Hermann Bergerfurth 1901 beauftragt wurde, ein Restaurationsgebäude zu planen. Errichtet im damals beliebten Romantikstil wurde ein Jahr später die „Waldschänke“ eröffnet, die 1910 durch einen großzügigen Anbau erweitert wurde. Wieder ein Jahr später konnte dieser samt Biergarten und Konzertmuschel in Betrieb genommen werden, musste jedoch während der Kriegswirren als Gastronomie schließen. 1947, zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, öffnete das Stadtwaldhaus dann erneut seine Pforten. Es folgten verschiedene Modernisierungen in den 60er und 70er Jahren, bevor Helmut Lang schließlich das Haus übernahm und den Biergarten in seiner jetzigen Form mit Platz für über 2.000 Ausflügler, mit großen Sonnenschirmen und klassischen Holzbankreihen, konzipierte. „Was hier vor mehr als 100 Jahren geschaffen wurde, hat Strahlkraft bis heute“, sagt Lang. Und der Erfolg gibt ihm Recht.

Stadtwaldhaus - Deutschlands schönster Biergarten

„Wir haben Gäste jedes Alters, weil unser Unterhaltungsangebot so breit gefächert ist wie unsere Speisekarte, auf der Sie vom gepflegten Rumpsteak bis zur Biergarten-Brezel alles finden.“

Die Veranstaltungssäle im Innenraum des Stadtwaldhauses, in denen von 20 bis zu insgesamt 800 Gäste bewirtet werden können, sind beliebt für Hochzeiten, Jubiläen, Geburtstage, Firmenfeiern, Tagungen, Abi-Bälle, Karnevalssitzungen, Vereinsfeste, Taufen, Kommunionen, Konfirmationen. Gymnasien, nicht nur aus Krefeld, sondern aus einem Umkreis von 30 bis 50 Kilometern buchen ihre Abi-Bälle mit zwei Jahren Vorlauf. Karnevalsvereine planen ihre Feiern hier sogar fünf Jahre im Voraus. Lang nickt: „Wir sind fester Bestandteil in der Überlegung der Krefelder und der Menschen am Niederrhein für ihre Feste und ihre Freizeitgestaltung“ – gerade auch im Sommer, wenn in der Konzertmuschel wieder viele tolle Veranstaltungen locken. Zum Beispiel der Gig der kubanischen Gute-Laune-Band „Los 4 del Son“ (am Donnerstag, 11. August, ab 19.30 Uhr) oder der Jazzfrühschoppen mit „Basin Street Jazzmen“, der „ältesten Boygroup aus Krefeld“ (am Sonntag, 21. August, ab 11 Uhr). Zum Beispiel das Benefizkonzert zugunsten des Bootshauses mit klassischer Musik (am Sonntag, 4. September, ab 15 Uhr) oder ein kunterbuntes Programm zum „Weltkindertag 2016“ (am Sonntag, 11. September). „Wir haben Gäste jedes Alters“, sagt Lang, „weil unser Unterhaltungsangebot so breit gefächert ist wie unsere Speisekarte, auf der sie vom gepflegten Rumpsteak bis zur Biergarten-Brezel alles finden.“

Apropos Biergarten-Brezel: als Dankeschön für 25 Jahre Treue zum Stadtwaldhaus gibt es sie im August den ganzen Sommerwonne-Monat über für grandiose 50 Cent! „Ein Biergarten ohne Brezel ist nämlich wie ein Italiener ohne Spaghetti“, lächelt Lang. Und eine Hochzeit ohne Stadtwaldhaus ist wie Brot ohne Butter, das beweisen viele treue Gäste, die mit Lang seit Jahren das „man-sieht-sich-nicht nur-einmal-im-Leben“-Phänomen praktizieren, wie er verrät: „Erst feiert ein Gast als Schüler bei uns seinen Abi-Ball. Dann kellnert er als Student bei uns. Und dann zelebriert er seine Hochzeit in unserem Haus.“ Einmal Stadtwaldhaus, immer Stadtwaldhaus, oder, wie Josef Maaßen, unser Krefelder Stammgast, es auf den Punkt brachte: „Im Sommer bin ich mindestens dreimal in der Woche hier.“

Stadtwaldhaus Krefeld, Hüttenallee 108, 
47800 Krefeld, Tel.: 02151 – 59 37 84, www.stadtwaldhaus.de