Krefelds erste Adresse zu den besten Restaurants der Region gewählt

Seit Jahren trägt die KR-ONE aus kulinarischer Überzeugung die Fahne der Elfrather Mühle durch die Stadt. Nur eine Put-Länge von der Driving Range entfernt, wurde Ingo Sperlings Tempel der Genüsse lange fälschlicherweise als Vereinsrestaurant des angrenzenden Golfclubs verstanden. Nicht zuletzt durch unsere Berichterstattung wurde innerhalb der Stadtgrenzen in den zurückliegenden Jahren mit dieser Mär gebrochen. Inzwischen ist die Mühle aber auch außerhalb der Seidenstadt auf dem Radar der Feinschmecker angekommen. Der Grund dafür trug wahrscheinlich einen tief ins Gesicht gezogenen Schlapphut und eine Tageszeitung mit Gucklöchern unter dem Arm.

Vom 9. März bis 2. April - Elfrather Mühle bei „Tour de Menu“

Elfrather Mühle unter den zehn besten Restaurants der Region
„’Düsseldorf geht aus‘ hat uns anonym getestet“, erzählt Maitre Sperling und greift nach der Kulinarik-Publikation aus dem Verlagsportfolio der Rheinischen Post. „Kurze Zeit später bekamen wir den Anruf, dass wir in die Top 10 der besten Restaurants der Region aufgenommen wurden.“ Ambiente, Service und Geschmack haben die Sinne des Testers offenbar derart betört, dass die Superlative seiner Beschreibung beinahe Purzelbäume schlagen. Davon sichtlich beeindruckt, machten anschließend die Initiatoren der „Tour de Menu“ ihre Aufwartung in den fast 200 Jahre alten Gemäuern. „Dort sind wir nun nicht nur unter den besten Restaurants im Großraum Düsseldorf gelistet, sondern auch als Gewinner in der Kategorie ‚go healthy’“, erzählt die „Ganzkörpergeschmacksknospe“ und verweist sichtlich stolz auf die Urkunde im Entre des Hauses.

Nun, 2017, geht die Schlemmerbroschüre in eine neue Auflage und lädt zwischen dem 9. März und dem 2. April zur Genussreise durch die teilnehmenden Restaurants ein. Wieder mit dabei: die Pfundskerle der Elfrather Mühle – als einzige Gastronomie Krefelds. Und wie bei Küchenchef Dirk Wienen nicht anders zu erwarten, gibt es ein Fünf-Gänge-Menü der Extraklasse. Das Besondere daran ist nicht nur der Geschmack auf der Zunge, sondern auch die Herkunft der Produkte. Fast alle verwendeten Ingredienzien stammen aus der Region. „Wir wollen unseren Gästen damit zeigen, welch tolle Produkte wir hier haben und dass man darauf stolz sein kann“, betont der Inhaber mit der Sterne-Vergangenheit.

Saibling & Lachsforelle mit Meerrettich an Frühlingskräutern
Den Anfang des Frühlingsfestes für die Sinne machen die Protagonisten aus dem Wasser: Saibling und Lachsforelle vom Fischer Peschke aus Mönchengladbach Wickrath. Die bis zu ihrem Ableben quietschfidelen Schwimmer werden vom Küchenvirtuosen höchstpersönlich geräuchert und gebeizt. Anschließend wird ein Teil zu einer Mousse verarbeitet und alles im Schichtverfahren arrangiert. Umschlossen von einer Creme aus Meerrettich wartet diese Komposition auf seine Begleiter aus dem Gemüsegarten. Tatsächlich stammen die aromatischen Wildkräuter wie Giersch und Sauerampfer, die Radieschen und Gurke flankieren, aus Wienens heimischer Hinterhof-Oase. Drapiert mit Saiblingskaviar als Topping öffnet die Vorspeise nicht nur den Magen, sondern fungiert als kulinarischer Vorbote.

Saibling & Lachsforelle mit Meerrettich an Frühlingskräutern

Royaler & heißer Aufguss vom Sauerampfer
Der Zwischengang ist sowohl handwerklich und optisch beachtlich, vom Geschmack natürlich ganz zu schweigen. Der Sauerampfer wird als Kernprodukt zunächst mit Ei und Sahne pochiert zu einer Royal-Masse verarbeitet, ehe die erkaltete grüne Masse frisch am Tisch mit einer heißen Suppe aus dem Frühlingsgewächs übergossen wird, ohne dass sich dabei beide Teile miteinander verbinden. Das so erzeugte Wechselspiel der Texturen bildet eine gelungene Symbiose mit den gebeizten Rückenstücken vom Simmenthaler Rind, die raffiniert das säuerlich-süße Aroma des Sauerampfer-Extrakts unterstützen.

Royaler & heißer Aufguss vom Sauerampfer

Zwei Mal Heidschnucke aus Krefelder Privatzucht
Unangefochtener Star des Fünf-Gänge-Ensembles sind die Heidschnucken von Privatzüchter Wolfgang Kreifels aus Krefeld. Der in Düsseldorf arbeitende Jurist hält seit Jahrzehnten rund 30 Tiere auf einer Wiese des elterlichen Bauernhofes. Einmal im Jahr veräußert der passionierte Jäger die Jungtiere in Kleinstmengen an drei ausgewählte Gastronomie-Betriebe der Region. Der Geschmack der Heidschnucke ist nussig, erinnert an Rotwild und wird daher als etwas Besonderes betrachtet. Küchenchef Wienen aromatisiert die Heidschnucken mit Rosmarin und Thymian, bevor sie mit einer Kruste belegt in den Salamander-Grill wandern und knuspriger Perfektion entgegen brutzeln. Angerichtet auf einer Bohnen-Gemüsebeilage und begleitet durch Ratatouille und einer Couscous-Frühlingsrolle zur Sättigung, bringt das rosa gebratene Lamm die Speichelproduktion auf Hochtouren.

Wolfgang Kreifels

Heidschnucken-Züchter Wolfgang Kreifels

 

Knuspriger Bauerngockel mit cremigem Spinat und gebackenem Bio-Ei
Um der Fleischeslust im Besonderen Rechnung zu tragen, geben sich Lamm und Gockel die Klinke in die Hand. Das Geflügel stammt von einem Bio-Bauern aus der Region und wird seiner Qualität entsprechend im Sous-vide-Verfahren zur zarten Versuchung gegart. Anschließend aufgeknuspert, nimmt der Vogel Platz auf einem Bett aus Spinatcreme, die ihre Geschmeidigkeit durch die Zugabe von Sahne und die Verarbeitung im Pacojet erhält. Optische, aber auch geschmackliche Highlights setzen die gedämpfte Kartoffel, die ausgehöhlt und mit Püree gefüllt wird, sowie das zweimal frittierte Eigelb, das nach dem Aufbiss im Inneren eine wachsweiche Konsistenz aufweist.

Knuspriger Bauerngockel mit cremigem Spinat und gebackenem Bio-Ei

Gedanken zum Rhabarber
Das i-Tüpfelchen auf der Frühlingskomposition wird vom Rhabarber dominiert, der als Kompott, Soufflee und Eis interpretiert wird. Spannend sind hierbei nicht nur die unterschiedlichen Aggregatzustände und Konsistenzen, sondern auch das Wechselspiel aus Süße und Säure. Wer danach noch gehen kann, ist beim Schlemmen wohl voll im Training.

Gedanken zum Rhabarber

Wer das regionale „Tour de Menu“ in der Elfrather Mühle verköstigen möchte, wird um eine vorherige Reservierung gebeten. Von Mittwoch bis Sonntag ist die Mühle zwischen 11 und 23 Uhr geöffnet. Jeder Gang kann auch einzeln bestellt werden.

An der Elfrather Mühle 145, 47802 Krefeld, Telefon: 02151-7899722