Bestattungskultur im Wandel - Bestattung Quasten in Krefeld

Bestatter in dritter Generation: Heribert Quasten

Zu Besuch beim Familienunternehmen Bestattungen Quasten

Es gibt einen Ort an dem Begriffe wie Ehre, Würde oder Andenken nicht fehl am Platz wirken: das Bestattungsinstitut. Selbst wenn es gerade niemanden zu betrauern gibt, fällt es hier nicht leicht, sich vorzustellen, wie wichtig diese Werte im Fall des Trauerfalls sein können. Wie tröstlich. Und wie gut es bestimmt tut, wenn dann zeitweise jemand anderes die Aufrechterhaltung eines Stückes Alltag für einen übernimmt. Diesen Dienst erweist das Bestattungsinstitut Quasten den Krefeldern seit 1922.

Damals verlegte Schreinermeister Heinrich Quasten den Familienbetrieb von Schwalmtal nach Bockum. Seitdem wurde das Unternehmen jeweils von Vater zu Sohn weitergegeben. Bis die Geschicke des Bestattungsinstitutes im April 1992 in die Hände von Heribert Quasten übergeben wurden. Heute führt der fachgeprüfte Bestatter das Unternehmen nun in vierter Generation. Dank seines Sohnes Christian scheint die Zukunft des Familienunternehmens auch weiterhin gesichert.

„Wir sind an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden für die Menschen und ihre Schicksale im Dienst“, erklärt Heribert Quasten den Anspruch an seinen Beruf. „Wir möchten niemanden in seiner Trauer alleine lassen.“ Deshalb bietet Bestattungen Quasten ein umfassendes Beratungs-, Vorsorge- und Hilfsangebot für seine Kunden an. Damit jeder Mensch sein Recht auf einen ihm gemäßen Abschied wahrnehmen kann, gibt es die Möglichkeit einen Bestattungsvorsorgevertrag zu Lebzeiten abzuschließen. „Vielen hilft die Regelung ihrer persönlichen Wünsche dabei, ihre Angst vor dem Unvorhersehbaren des Todes abzumildern“, sagt der 57-jährige Bestatter. Heribert Quasten selbst hat keine Angst vor dem Tod. Ihm hilft die Einbettung in etwas Größeres, seinen Glauben, dem Unwägbaren gelassen entgegen zu sehen. „Allerdings frage ich mich schon, wie dieser Übergang vom Leben in etwas Anderes sich anfühlen mag“, gibt er zu. Selbstverständlich hat er selbst seine Vorstellungen im Hinblick auf die eigene Bestattung mit der Familie besprochen.

„Wir sind an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden für die Menschen und ihre Schicksale im Dienst.“

Aber nicht nur in Sachen Vorsorge hat sich einiges getan. Überhaupt hat es einen Wandel in der deutschen Bestattungskultur gegeben – sehr zur Freude von Heribert Quasten: „Wir sind heute viel freier in den Angeboten, die wir unseren Kunden machen können. Es gibt inzwischen viele verschiedene Bestattungs- und Grabarten, die den individuellen Vorstellungen der Menschen Rechnung tragen.“ Besonders beliebt seinen derzeit pflegeleichte Wiesengräber und die Bestattung in sogenannten Friedwäldern. „Viele Menschen möchten ihre Angehörigen nicht mit pflege- und kostenintensiven Grabstätten belasten“, führt der erfahrene Bestatter aus. „Und der Gedanke, auf diese Weise Teil einer natürlichen Umgebung zu werden, wo die Angehörigen in Ruhe spazierengehend Zwiesprache halten können, findet zunehmend Anhänger.“

Bestattungskultur im Wandel - Bestattung Quasten in Krefeld

Aber auch klassische Bestattungen in Sarg und Urne macht die Familie Quasten in und um Krefeld möglich. Der unternehmenseigene Neubau in Krefeld-Bockum ist komplett auf die Durchführung von würdigen Abschieden ausgerichtet. Besonders gelungen ist die helle Trauerhalle mit angrenzendem Trauergarten. Hier können sich Angehörige nach der Trauerfeier eine kleine Auszeit mit Blick auf einen im Sommer mit blühenden Seerosen bedeckten Teich nehmen. Auch gibt es einen separaten Raum, wo in aller Stille vor dem offenen Sarg Andacht gehaten werden kann. Darüber hinaus kümmert sich die Familie Quasten um alle Formalitäten – von der Abmeldung des Verstorbenen beim Sportverein bis hin zur Versendung der Danksagungskarten.

Manchmal besteht die Arbeit des Bestattungsinstitutes auch einfach darin, Familien in ihren Räumlichkeiten Gelegenheit zu geben, sich über die Details der zu planenden Trauerfeier zu verständigen. Das erfordert Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis. „Es gibt schon Familien, die können sich nicht über die Form der Bestattung einigen. Wenn ich merke, es geht auch mit meiner vorsichtigen Moderation nicht vorwärts, dann lasse ich die Familien sich mal bei einem Kaffee in Ruhe aussprechen“, berichtet Heribert Quasten. „Inzwischen sind wir auf alle Eventualitäten und Familienkonstellationen vorbereitet. Das bringt dann die Berufserfahrung mit sich.“ Nicht zuletzt sind es gesellschaftliche Prozesse, die Auswirkungen auf die Bestattungskultur haben. „Die Menschen sind heute sehr mobil“, überlegt der Chef des Bockumer Familienunternehmens laut, „das hat auch eine Auflösung der sozialen Bindungen zur Folge. Der Familienzusammenhalt ist nicht mehr so eng wie früher. Deshalb kommen immer mehr Menschen allein zu uns, die ihre letzten Dinge direkt mit uns festlegen, weil sie sonst niemanden haben.“ Der Zusammenhalt in der Familie Quasten ist, schon durch die Führung des gemeinsamen Traditionsunternehmens, sehr hoch. „Da müssen wir uns ab und an bewusst gegenseitig daran erinnern, dass es auch noch andere schöne Gesprächsthemen gibt“, lacht der Bestatter. Fussball zum Beispiel.  Das neueste Projekt des Krefelder Zoos. Oder das soziale Engagement der Familie rund um Bockum. Ganz Alltägliches eben. Auf diese Art vergisst auch Heribert Quasten, für den der Tod zum Alltag gehört, nicht, was das Leben so lebenswert macht.

Bestattungskultur im Wandel - Bestattung Quasten in Krefeld

Wie wichtig ein bisschen Normalität sein kann, neben aller modernen Selbstverwirklichung  und Individualität, offenbart sich vielen erst beim Einbrechen ihrer Ängste in ihr Leben. Im Trauerfall. Es ist gut zu wissen, dass es Familien wie die Quastens gibt, die für diese Fälle einen Raum schaffen. Einen Raum für Nicht-Alltägliches wie Ehre, Würde und Andenken.

Bestattungen Quasten, Germaniastr. 212 – 214,
47800 Krefeld-Bockum, Nähe Zoo, Telefon: 02151 592623,
www.bestattungen-quasten.de, info@bestattungen-quasten.de