An der Seite Ihres Lieblings

Der Kopf dröhnt, die Stirn pocht, und die Wangen sind errötet: Leidet der Mensch unter Zahnschmerzen, ist ein Besuch beim Facharzt, dem Zahnarzt, der nächste Schritt. Zu unserem menschlichen Gebiss gehören 32 Zähne, das Gebiss des Hundes zählt sogar 42 Exemplare – zehn Zähne mehr, die krank werden oder Beschwerden hervorrufen können. „Warum vernachlässigen viele Tierbesitzer also die Zahnhygiene und Vorsorge des Gebisses ihres Tieres?“, fragt Dr. med. vet. Jochen Krüger zu Recht. Gemeinsam mit seiner Frau, Tierärztin Dr. med. vet. Cornelia Pier, betreibt er „Die Tierarztpraxis“ mit angeschlossenem Zentrum für Tierzahnheilkunde an der Wüstrathstraße 10 in Krefeld-Uerdingen. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bereich der Zahnheilkunde für Vierbeiner und Heimtiere ist er ein vielgefragter Experte seines Fachbereiches.

 

Die Tierarztpraxis mit angeschlossenem Zentrum für Tierzahnheilkunde in Krefeld

Dr. Alexander Hendricks, Dr. Cornelia Pier und Dr. Jochen Krüger (v.l.n.r.)

„Liegt eine Entzündung im Mundraum vor, hat das Auswirkungen auf den gesamten Organismus Ihres Tieres“, erklärt der Tierzahnmediziner. Bakterien sammeln sich am Entzündungsherd, zum Beispiel einem verletzten Zahn, an. Der Stoffwechsel trägt die Giftstoffe in die Blutlaufbahn, und diese durchläuft wiederum das Herz. Das sei nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sagt Dr. Krüger: „Im schlimmsten Fall rufen Zahnprobleme eine Herzklappenentzündung hervor, die eine dauerhafte Medikamentengabe notwendig macht.“ Wie beim Menschen gilt also auch beim Tier, dass die Zähne nicht nur prophylaktisch sauber gehalten werden sollten, sondern auch das Gebiss bei Beschwerden einer besonderen Behandlung bedarf.

Oft findet der Tierbesitzer diese Behandlung beim klassischen Tierarzt nicht, denn im Veterinärmedizinstudium werden zwar Augen-, Ohren- und Hautheilkunde des Tieres gelehrt, die Zahnmedizin bleibt aber vernachlässigt. „Viele Tierärzte behandeln das Gebiss so gut sie können, oft fehlt aber einfach das Fachwissen“, erklärt der Experte. Dr. Krüger selbst hat sich lange fortgebildet und beschäftigt sich bereits seit den 80er Jahren mit der Tierzahnheilkunde. Er ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde, hält regelmäßig Vorträge und bildet inzwischen selbst aus. Ob Zahnstellungskorrekturen mit Brackets, Wurzelfüllungen von Zähnen mit Frakturen, klassische Zahnsteinentfernung oder auch professionell durchgeführte Zahnextraktionen: Im Zentrum für Tierzahnheilkunde ist der Patient bei ihm in den besten Händen.

„Dabei haben meine Frau und ich eine Art Kliniksituation geschaffen“, betont der Tierarzt und erklärt die Symbiose: „Unsere Patienten finden hier nicht nur meine Frau als klassische Tierärztin und mich als Tierarzt mit dem Schwerpunkt Zahnheilkunde vor, sondern wir operieren im Haus, haben Röntgen- und Ultraschallgeräte, Chirurgielaser und auch ein hauseigenes Labor.“ Das mache schnelle Behandlungsabläufe möglich: Kommt ein Tier beispielsweise mit einem Bruch in die Praxis, kann es innerhalb kurzer Zeit geröntgt, das Blut im Labor auf Entzündungen untersucht und der vierbeinige Patient im Ernstfall sogar direkt operiert werden.

 

Die Tierarztpraxis mit angeschlossenem Zentrum für Tierzahnheilkunde in Krefeld„Verfaulte Zähne, Zahnfleischschwund durch Paradontose oder Entzündungen, die bis in den Kieferknochen vorgedrungen sind, sind hier Alltag.“

 

Aufgrund der großen Nachfrage beschäftigt das Ehepaar inzwischen zwei weitere Tierärzte: Alexandra Konieczny und Dr. med vet. Alexander Hendricks, der sich wie sein Mentor auf die Zahnheilkunde spezialisiert hat. „Wir freuen uns über den großen Zulauf, würden uns aber natürlich wünschen, dass die Tierbesitzer durch entsprechende Prophylaxe deutlich besser auf ihr vierbeiniges Familienmitglied achtgeben würden“, betont der Veterinärmediziner. Jeden Tag wird er mit den Folgen schlechter Zahnhygiene konfrontiert oder erlebt, wie das Unwissen des Herrchens dem Tier schadet. „Verfaulte Zähne, Zahnfleischschwund durch Paradontose oder Entzündungen, die bis in den Kieferknochen vorgedrungen sind, sind hier Alltag“, schildert Dr. Krüger die Praxissituation energisch. „Das können wir unserem Tier nicht wünschen.“

Neben Hunden kommen auch Katzen und Heimtiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Degus oder Reptilien auf den Behandlungstisch des Krefelders. Auch die Gebisspflege von Kaninchen und Nagern, deren Zähne sich das ganze Leben lang im Wachstum befinden, sei wichtig: Bei einer Zahnfehlstellung oder zu langen Zähnen im kleinen Gebiss der Tiere wird eine Nahrungsaufnahme oft unmöglich. Dr. Krüger kann dem Tier zum Beispiel durch die Kürzung von überlangen Vorderzähnen helfen. „Eine ausgiebige Beratung vorab ist natürlichselbstverständlich“, sagt der Arzt und ergänzt: „Egal, welches Tier wir bei uns behandeln, uns ist immer wichtig, das Herrchen möglichst ausführlich mit einzubinden.“

 


Zentrum für Tierzahnheilkunde & Die Tierarztpraxis
Dr. med. vet. Cornelia Pier, Praktische Tierärztin
Dr. med. vet. Jochen Krüger, Fachtierarzt für Kleintiere und Zahnheilkunde für Tiere
Wüstrathstraße 10, 47829 Krefeld
Telefon: 02151480077
Sprechzeiten: Montag: 1012 Uhr & 1619 Uhr, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 1012 Uhr & 1618 Uhr, Mittwoch: 1014 Uhr. Termine nach Vereinbarung.

Weitere Informationen: www.tierzahn.de