Kolumne Wojtek Honnefelder

Innerhalb der vergangenen 20 Jahre ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen um rund zehn Jahre gestiegen. Altersforschern zufolge wird sich diese Zahl in der kommenden Dekade noch weiter erhöhen. Wer heute zwischen 65 und 70 Jahre alt ist, gehört also noch lange nicht zum alten Eisen, doch mit Blick auf die eigenen Zähne verhalten sich viele so, als suche sich der Tod bereits einen Parkplatz. Unverständlich, ist ein funktionstüchtiges Gebiss doch gerade im letzten Lebensviertel, in dem die Beweglichkeit eingeschränkt ist, ein Garant für Lebensqualität. Trotzdem plagen sich viele Senioren mit unbehandelter Parodontose und schlechtsitzenden sowie abradierten Prothesen herum. Die Konsequenzen sind Mundgeruch, das typische Hexenkinn und Probleme beim Essen. Viele ältere Menschen erkennen in diesem Zustand ein vermeintlich obligatorisches Joch des Alters, Verfallerscheinungen, die man eben so hinnehmen müsse. Manche glauben auch, es lohne sich angesichts ihres Alters nicht mehr, in die eigenen Zähne zu investieren. Das ist Quatsch. Wer heute 60 ist wird gut und gerne noch 30 Jahre Leben. 30 Jahren in denen das Gebiss den Unterschied zwischen Freude und gesellschaftlicher Isolation ausmachen kann. Dabei ist es gar nicht nötig, etliche Tausend eure in großflächige Implantate zu investieren. Oft können mit wenig Hundert Euro Lösungen herbei geführt werden, die sowohl Funktion als auch Ästhetik auf ein neues Level heben. Gerade bei Parodontose geht es eben nicht um die Zähne allein. Wie Sie in einer der vorherigen Kolumnen erfahren haben, ist eine unbehandelte Parodontose eine Gefahr für den gesamten Organismus und kann neben Herzbeschwerden eine Reihe von ernsten Erkrankungen auslösen.Sprechen Sie Ihren Behandler einmal darauf an und lassen Sie sich Vorschläge unterbreiten, wie er sie in der Jugend des Alters einer dentalen Frischzellenkur unterziehen kann.

 

Ihr Wojtek Honnefelder