Wenn in Oppum etwas los ist, ist Sven Gentkow nicht weit entfernt: Der 1962 in Oppum geborene „gefühlte 27-Jährige“ nutzt das vom Vater in die Wiege gelegte Organisationstalent seit über 20 Jahren, um die Oppumer zusammenzubringen, ihnen Konzerte, Feste und andere Events zu bescheren. Mit Erfolg – und jeder Menge amüsanter Anekdoten.

 

Der “gefühlte 27-Jährige” Sven Gentkow weiß, wie man Spaß hat

„Die Bereitschaft, querzudenken, ein gutes Händchen bei der Wahl der Mitstreiter und ein wacher Blick!“ Auf die Frage, was einen guten Organisator auszeichnet, muss Sven Gentkow nicht lange nachdenken. Der ehemalige Handballer der DJK Oppum begründete mit zwei Partnern 1997 die Oppumer Rock- und Oldie-Nacht: Bei der Premiere konnte der wirtschaftliche GAU noch gerade so abgewendet werden. „Wir brauchten 400 Zuschauer und hatten am Ende exakt 408“, erinnert sich Gentkow schmunzelnd, doch heute zieht das Event über 2.000 Menschen und hat einen festen Platz im Terminkalender der Oppumer erobert. „Wir haben ein Stammpublikum, das drei Generationen umfasst, die entspannt miteinander feiern“, berichtet er stolz. „In all den Jahren hatten wir noch nie Ärger.“ (Ob es für die 24. Auflage am 9. November noch Karten gibt, stand bei Redaktonsschluss noch nicht fest. Informationen dazu gibt es unter www.djk-oppum.de.)

Aber die Rocknacht ist nicht das einzige Event, das Gentkow ins Leben gerufen hat. Besonders stolz ist er auf den Inklusionstag, den er im Sommer 2018 im Sportpark Oppum ausrichtete. „Als ich bei einem Mitsing-Abend in der Kulturfabrik miterlebte, wie begeisterungsfähig und fröhlich Menschen mit Behinderung feiern, wusste ich, dass ich etwas für sie machen wollte“, berichtet er. Bei Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Krefelder Organisationen, stellte Gentkow überrascht fest, wie groß das Interesse und die Bereitschaft war, sich an einem solchen Event zu beteiligen. „Die Resonanz war riesig, es gab tolle Stände, Spiele und Erlebnisparcours, und alles wurde getragen von der Dankbarkeit der Hauptpersonen an diesem Tag“, beschreibt der Junggeselle, der sich selbst augenzwinkernd als „überzeugtes Einzelschicksal“ bezeichnet. Eine Neuauflage scheiterte in diesem Jahr an Terminschwierigkeiten, aber 2020 möchte Gentkow den Inklusionstag unbedingt wiederholen. Ebenfalls dick in seinem Wenn in Oppum etwas los ist, ist Sven Gentkow nicht weit entfernt: Der 1962 in Oppum geborene „gefühlte 27-Jährige“ nutzt das vom Vater in die Wiege gelegte Organisationstalent seit über 20 Jahren, um die Oppumer zusammenzubringen, ihnen Konzerte, Feste und andere Events zu bescheren. Mit Erfolg – und jeder Menge amüsanter Anekdoten.

Ebenfalls dick in seinem Terminkalender vermerkt ist die 950-Jahr-Feier Oppums, die 2022 ins Haus
steht. Um diesen Anlass würdig feiern zu können, bedurfte es schon im Vorfeld einiger Anstrengungen: „Es gab bis vor Kurzem keinen Zusammenschluss Oppumer Vereine und Gemeinschaften, noch nicht einmal ein
vollständiges Verzeichnis“, berichtet der ehemalige Beamte, der in mühevoller Kleinarbeit alle Ansprechpartner kontaktierte, um ihnen den Sportpark vorzustellen. Diese Steilvorlage nutzte der Bürgerverein und knüpfte
daran an. „Als erstes Resultat ist aus dieser Vorarbeit ein aktives Netzwerk entstanden, deren Mitglieder nun miteinander in regem Kontakt stehen und sich austauschen.“

Angesichts dieses Einsatzes fragt man sich unweigerlich, woher der Mann die Zeit dafür nimmt. Gentkow lacht. „Ich bin seit einigen Jahren Privatier“, gesteht er. Die damals unerwartet frei gewordene Zeit investierte er in
seine Hobbys, seinen Sportverein, für den er lange auch als Trainer tätig war, und eben die Organisation. Seit vergangenem Jahr arbeitet er außerdem für die Gastronomie im Oppumer Sportpark, „eine der schönsten und
modernsten Anlagen Krefelds“, wie er nicht ohne Stolz zu Protokoll gibt, und stellt sein Organisationstalent somit auch Privatpersonen und Unternehmen zur Verfügung, die hier Geburtstage, Hochzeiten oder Betriebsfeste feiern möchten. „Noch nicht einmal alle Oppumer kennen dieses Schmuckstückchen“, weiß er und beginnt, die Vorzüge der Anlage aufzuzählen, um diesen Zustand zu ändern: „Die Räumlichkeiten bieten bis zu 180 Menschen Platz, im Sommer lockt draußen eine lauschige Terrasse, und auf Anfrage erfüllen wir auch ausgefallene Sonderwünsche.“ Voraussetzung ist die Abnahme der Getränke, dafür entfällt die Saalmiete. „Die Dekoration überlassen wir gern den Gästen, aber auch die übernehmen wir, wenn es gewünscht ist.“ Wer Interesse hat, sollte sich seinen Wunschtermin allerdings rechtzeitig sichern, denn es läuft bereits die Planung für das kommende Jahr.

Neben dem organisatorischen Know-how und der attraktiven Location spricht aber noch etwas anderes für den gebürtigen Oppumer, den es zwischendurch mal für 20 Jahre in die Stadtmitte verschlagen hatte: Er weiß, wie man Spaß hat. Seit 30 Jahren macht er etwa mit seiner ironisch benannten „DJK Jugendwandergruppe“ Deutschland unsicher. „Die Gruppe wurde ins Leben gerufen, weil wir damals eine Alternative zum verhassten Saison-Vorbereitungsprogramm suchten“, gerät er ins Erzählen. „Die Idee wurde zunächst mit Skepsis betrachtet, wich dann aber der Begeisterung, die bis heute anhält.“ Von den acht Jugendwanderern sind fünf Gründungsmitglieder, das älteste kommt mittlerweile auf 70 Lenze. „Wir planen die Touren schon recht genau, aber vieles ergibt sich aus der Situation und spontan. Im Thüringer Wald gab es zum Beispiel die Möglichkeit, mit einer Postkutsche zu fahren. Das war uns aber nicht genug: Wir wollten überfallen werden. Also telefonierte ich mit der zuständigen Person und konnte sie schließlich dazu überreden, einen Überfall für uns zu organisieren. Als es soweit war, fielen uns zwei Fotografinnen auf, die Bilder der Szenerie machten. Es stellte sich heraus, dass das Postkutschen-Unternehmen die Idee als Dienstleistung in sein Programm aufgenommen hatte und damit an die Presse gegangen war“, lacht Gentkow. Angehende Organisatoren und Eventmanager spitzen den Bleistift: „Wenn man weiß, wie man die Leute ansprechen muss, bekommt man fast alles von ihnen“, plaudert er aus dem Nähkästchen. „Wenn sie das Wörtchen ,eigentlich’ sagen, wie im Satz ,eigentlich geht das nicht’, weiß ich, dass ich sie am Haken habe.“

 

Jetzt schon vormerken: Große Silvester-Party im Sportpark Oppum, 31.12.2019, ab 19 Uhr, Vorverkauf exklusiv im Sportpark Oppum

Gastronomie im Sportpark, Am Holderspfad 200 47809 Krefeld
Telefon: 0160/969 70 393
Mail: sven.gentkow@event-sportpark.de
Web: www.event-sportpark.de