Sozialbestattungen und Individualbegräbnisse bei Johannes Zelz

 

Der Wind pfeift seine Melodie durch die Blätter, leise rascheln die Äste und geben den Blick auf die leuchtende Sonne frei. Andächtig hält Franziska Stauch inne und legt einen Arm um die alte Frau, der eine dicke Träne über die Wange läuft. „Es scheint so, als würde die Natur ihn zurücknehmen“, sagt die 36-Jährige und drückt liebevoll die Hand der Hochbetagten im Naturbegräbniswald bei Venlo. Ein Lächeln huscht über ihre Lippen. „Danke“, flüstert sie in den Wind. Ob es die letzten Worte an ihren verstorbenen Mann oder an die Bestatterin sind, lässt sie offen, aber gültig sind sie wohl für beide. „Ich hätte nicht gedacht, dass sowas möglich ist“, sagt sie leise. „Das hätte ihm gefallen.“

Als Bestatterin bei Johannes Zelz Bestattungen an der Königstraße 157 in Krefeld schafft es Franziska Stauch, jedem Menschen einen respektvollen, ganz persönlichen Abschied zu bereiten und hat in der individuellen Bestattung ihre Berufung gefunden. „Auch eine Sozialbeisetzung muss nicht ärmlich sein“, erklärt die gebürtige Schwäbin. „Mit wenig können wir viel schaffen.“

In individuellen, persönlichen Bestattungen hat Franziska Stauch ihre Bestimmung gefunden.

Finanzielle Unterstützung rund um den Todesfall steht in Deutschland den Angehörigen zu, die nur über eine niedrige Rente oder ein geringes Einkommen verfügen. Der Antragsteller muss dafür kein Arbeitslosengeld II empfangen oder Sozialhilfe beziehen. „Die Entscheidungen beim Sozialamt sind individuell“, erklärt die Expertin. „Wir unterstützen bei der Antragstellung.“ Und dafür engagiert sich die lebensfrohe Linnerin überdurchschnittlich: In Gesprächen mit dem Sozialamt hat sie Strukturen geschaffen, die die Beantragung vereinfachen. Einfühlsam und sachlich erklärt sie den Angehörigen die Abläufe und Möglichkeiten und sucht im Einzelfall sogar gemeinsam mit ihnen das Amt auf. Wer dann den Zuschlag erhält, begibt sich mit Franziska Stauch als Ansprechpartnerin bei Johannes Zelz Bestattungen in eine sehr nahe, persönliche Betreuung. Die Bestatterin übernimmt nicht nur alle verwaltungstechnischen Aufgaben, wie zum Beispiel Abmeldungen, digitalen Nachlass oder Vorsorge, sondern findet in jedem Kunden die besondere Geschichte. „Für mich sind Einzelfalllösungen der Alltag“, beschreibt die zweifache Mutter. „Jeder verstorbene Mensch hat verdient, dass wir uns Gedanken um sein würdiges Begräbnis machen.“

Finanziert werden vom Sozialamt einfache Urnen- sowie Sargbegräbnisse und auch die Verstreuung der Asche oder die Beisetzung der Urne im Naturbegräbniswald Venlo-Maasbree. Für die persönliche Note der Verabschiedungen sorgt Franziska Stauch mit ihrer außergewöhnlichen, kümmernden Persönlichkeit: Bestattet sie einen Handwerker, liegt sein Lieblingswerkzeug auf dem Altar, verabschiedet sie sich von Fußballfans ziert
ein Fanschal den Sarg, und es wird die Lieblingshymne gespielt, und ist die Trauer überwältigend und fast erdrückend, bietet sie an, selbst die Trauerrede vorzutragen. „Einer Sozialbestattung steht ein Pfarrer zu, ein
Trauerredner aber wird nicht übernommen“, erklärt die Bestatterin. „Ich habe es mir angewöhnt, wenn es gewollt ist, bei einer möglichen Trauerfeier oder auch am Grab selbst ein paar Worte zu sagen oder auch gemeinsam mit den Angehörigen eine letzte Rede zu halten. Johannes Zelz Bestattungen steht für Individualität.“ Und so kommt es, dass eine Urne bei einer verstorbenen Blumenfreundin auf einmal in einem Meer von Rosenblättern liegt, dass trotz einer Sozialbestattung der Raum durch die Bestatterin mit eigenen Mitteln geschmückt wird, und dass am Ende niemand bemerkt, dass eigentlich kein Geld dafür da war. „Wir haben zum Beispiel bei der Blumenfreundin mit unserer Kooperationspartnerin Margret Kronenberg gesprochen“, erklärt Franziska Stauch. „Zum Selbstkostenpreis hat sie uns ein Arrangement aus Blumenblättern zusammengestellt. Für so etwas setze ich mich ein.“

Auch die Bestattungskultur der Sternenkinder im Helios hat die Bestatterin gemeinsam mit Seelsorgerin Antje Wenzel-Kassmer auf eine neue Ebene gehoben: Seit vielen Jahren kooperiert die Bestatterin aus der Krefelder City mit dem Krankenhaus. Alle zwei Monate trägt Franziska Stauch die Kinder zu Grabe, die noch vor oder während der Geburt verstorben sind. „Früher wurden diese in Pappsärgen in die Erde gelassen, heute verwenden wir Weidenkörbchen, schmücken diese mit Blumen und Symbolen wie Engeln oder Schmetterlingen und überlegen uns, wie ein Abschied individuell gestaltet werden kann“, erklärt sie. „Für mich ist das ein Ehrenamt, das ich nicht in Rechnung stelle, aber gleichzeitig auch eine außergewöhnliche Herausforderung.“ Denn Franziska Stauch hat nicht nur zwei Kinder geboren, sondern auch selbst ein eigenes Sternenkind zu Grabe tragen müssen. Wenn die Eltern die Federn, die die Bestatterin bereithält, in das Grab fallen lassen, weiß
sie, wie tief der Schmerz sitzen muss. „Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, dass ich mich so für Individualbestattungen einsetze“, sagt die lebensfrohe Schwäbin auf einmal nachdenklich. „Auch als Bestatterin
darf ich manchmal traurig sein.“

ZelzIndividuell sind auch die hochwertigen Bestattungsriten, die Johannes Zelz Bestattungen umsetzt: Erst vor Kurzem gestaltete die Krefelderin für eine Verberger Familie ein Begräbnis nach englischem Brauch. An der Beisetzungsstelle, dem Grab, stellt das Team rund um Franziska Stauch die Bestuhlung, einen Pavillon, Heizöfen und Flammenschalen auf. In einer Zeremonie nimmt die Verwandtschaft Abschied von der hochbetagten Verstorbenen und kann auf dem Friedhof persönlich am Grab in aller Abgeschiedenheit trauern. „Kurz vor ihrem Tod sagte sie ihrer Familie, dass sie nie sterben wolle, wenn es kalt sei“, erinnert sich Franziska Stauch. „Sie wollte, dass die Angehörigen nicht frieren, wenn sie sich verabschieden. Auch das haben wir ermöglicht.“ Wenn die Tränen langsam auf den Wangen der Angehörigen getrocknet sind und die Gedanken wieder in gerade Bahnen geraten, hat Franziska Stauch ihre Aufgabe erfüllt. Auch den Naturbegräbniswald verlässt sie, die Witwe stützend, mit einem guten Gefühl. Auch wenn es noch einige Tage brauchen wird, um die Asche des geliebten Menschen im Winde verwehen zu lassen, weiß Franziska Stauch, dass sie alles gegeben hat, um den letzten gemeinsamen Schritt des Ehepaares in Würde abzuschließen.

 

Johannes Zelz Bestattungen
Königstraße 157, 47798 Krefeld
Ansprechpartnerin: Franziska Stauch, Telefon: 02151-770312 
www.johannes-zelz.de